Astro TV Peng © Screenshot Youtube
"Das hier ist Betrug!"

Aktionskünstler protestieren live bei Astro TV

von Timo Niemeier
13.02.2015 - 19:55 Uhr

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Aktionskünstler der Berliner Kommunikations-Guerilla-Gruppe "Peng! Collective" haben am Donnerstag eine Sendung des Esoterik-Kanals Astro TV gekapert. Ein als Clown verkleideter Künstler forderte live in der Sendung die Entziehung der Sendelizenz von Astro TV.

Immer wieder steht der Esoterik-Sender Astro TV in der Kritik, der mit der Leichtgläubigkeit vieler Menschen spielt und sie zu kostenpflichten Anrufen animiert. Der Sender lockt mit Männer und Frauen, die angeblich übernatürliche Kräfte besitzen - und damit das Leben der Anrufer bereichern können. Die Kommunikations-Guerilla-Gruppe "Peng! Collective" hat nun ein Zeichen gegen Astro TV gesetzt und eine Live-Sendung des Kanals gekapert. 

Ein Aktionskünstler der Gruppe hat sich von Astro TV in die Sendung "Leichter Leben - Zeit für mich" einladen lassen. Er trat dort als Astro-Clown Pjotr Wasabi auf, der angeblich dunkle Bereiche in Auren finden könne. Als er schließlich einen Eier-Zaubertrick mit dem Moderator präsentiert, bei dem das Ei eigentlich gar nicht zerplatzen soll, wirft der falsche Clown das Ei dem Moderator auf den Kopf. "Wir finden, Astro TV sollte die Sendelizenz entzogen werden. Das was hier stattfindet, ist Betrug", sagt der Clown live in die Kameras. 

Astro TV wird gekapert (1 Videos)

Der Astro-TV-Moderator reagiert gelassen und lächelt die Aktion einfach weg. Die Sendelizenz von Astro TV wurde 2011 für sieben Jahre verlängert und ist noch bis zum 31. August 2018 gültig. Gegenüber der "Berliner Zeitung" sagt ein Sprecher von "Peng! Collective": "Der Entzug der Sendelizenz würde der Firma Adviqo AG den Nährboden für die massenweise Abzocke über das Fernsehen rauben und verhindern, dass noch mehr Menschen auf die manipulativen Verkaufsmethoden hereinfallen." Gegenüber der "Bild" sagt die Gruppe: "Wir setzen auf die Intelligenz der Zuschauer, die merken sollen, was das für eine Verarsche ist. Jeder Beschwerdebrief, der an die Medienanstalt geht, ist ein Schritt zur Abschaffung des Schwindels, der viele gutgläubige oder auch verzweifelte Zuschauer viel Geld kostet."

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