History © Dominik Bindl/Getty Images for History
Pressegespräch in München

History-Programm 2016: Von Barbaren bis Boning

von Alexander Krei
09.12.2015 - 00:05 Uhr

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Der Pay-TV-Sender History legt sich nicht nur ein überarbeitetes Design zu, sondern auch neue Inhalte. Mit Wigald Boning ist für 2016 eine mehrteilige Eigenproduktion geplant. Auch A&E will künftig verstärkt eigene Akzente setzen.

Der Pay-TV-Sender History legt sich ein neues Design zu. Als einer der ersten Ableger in Europa wird der deutsche Kanal von diesem Donnerstag an das globale On- und Off-Air-Design einsetzen, das unter anderem ein aktualisiertes Logo und eine neue Typografie umfasst. Bei einem Pressegespräch in München gaben die Verantwortlichen zugleich einen Ausblick auf die Eigenproduktionen, denen künftig etwas mehr Gewicht zukommen soll. So wird History im November kommenden Jahres eine sechsteilige Doku-Reihe mit dem Arbeitstitel "Lost Places - Jäger der verlassenen Orte" ins Programm nehmen, in der Wigald Boning und Survival-Fachmann Friedrich "Fritz" Meinecke eine Expedition zu verborgenen Orten unternehmen werden. Entwickelt wurde die Reihe in Zusammenarbeit mit der Schwarzbild Medienproduktion.

History überarbeitet sein Design (1 Videos)

Aber auch für A&E ist Eigenes in Planung: Im September kommenden Jahres soll dort ein neues Crime-Format namens "Protokolle des Bösen" ausgestrahlt werden, das in Zusammenarbeit mit Shinyside Media realisiert wird. Im Mittelpunkt der fünfteiligen Eigenproduktion stehen Interviews mit deutschen Serienkillern, die vom Kriminalisten und Profiler Stephan Harbort in Justizvollzugsanstalten und psychiatrischen Einrichtungen geführt wurden - um herauszufinden, warum Menschen zu kaltblütigen Killern werden. Eine Auswahl der Gespräche wird nachgestellt, "authentisch und im O-Ton", wie man betont. "Mit unseren neuen Formaten für History und A&E decken wir ein breites thematisches Spektrum ab", so Emanuel Rotstein, Director Production beider Sender.

Im Fokus werden aber auch weiterhin internationale Produktionen stehen, so wie die Doku-Drama-Serie "Barbarians Rising", die hierzulande als "Aufstand der Barbaren" im Frühjahr gezeigt werden soll. "Die Produktion setzt Maßstäbe in punkto Qualität und Aufwand", betonte Programmdirektorin Alexandra Kling, die einen gewagten Vergleich zog: "'Game of Thrones' lässt grüßen." Darüber hinaus wird History die Dokumentationen "Outlaw Chronicles: Die Hells Angels" und "Alcatraz - Der Wahrheit auf der Spur" ausstrahlen. Bereits am kommenden Samstag läuft die Doku-Reihe "Hitlers Flucht - Wahrheit oder Legende?" an, die der Frage nachgeht, ob Adolf Hitler 1945 die Flucht aus Berlin hätte gelingen können.

Auf A&E steht derweil am 15. Dezember um 21:55 Uhr die Ausstrahlung des Benefizkonzerts "Shining a Light - Gemeinsam gegen Rassismus" auf dem Programm, bei dem Stars wie Bruce Springsteen, Sting, Ed Sheeran und Pink vor wenigen Wochen in Los Angeles ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzten. In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 2016 überträgt der Sender zudem erstmals die Verleihung der Critics' Choice Awards, ehe im Februar und März Dokumentationen über Bill Cosby und O.J. Simpson folgen. Das Crime-Genre soll in Zukunft ausgebaut werden, hieß es - und die geplante Doku-Reihe über Serienkiller ist dafür ein guter Beleg.

A&E hatte vor mehr als einem Jahr den Biography Channel ersetzt, was angesichts des veränderten Programms ein längst überfälliger Schritt war. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, die in den USA bereits sehr bekannte Sendermarke A&E auch hierzulande zu etablieren", sagte Andreas Weinek, Geschäftsführer von A+E Networks Germany nun rückblickend auf das erste Jahr und freute sich gleichzeitig über die "positive Quotenentwicklung" von History. Sebastian Wilhelmi, Director Marketing & Communications, betonte, der Marktanteil habe sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. "Vor allem in der Primetime lag History in diesem Jahr vor der Factual-Konkurrenz im Pay-TV. Hinzu kommen Spitzenwerte von täglich mehr als einer halben Million Zuschauer." Das neue Design soll den Sender nun auch optisch nach vorne bringen.

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