Fernseher © Photocase
Mediennutzung

Gefragte Glotze: TV-Sehdauer nahm 2015 leicht zu

von Alexander Krei
20.01.2016 - 14:43 Uhr

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Social Networks

 

Die Deutschen saßen im vergangenen Jahr wieder etwas länger vor dem Fernseher - im Schnitt weit mehr als drei Stunden pro Tag. Eine Auswertung des VPRT ergab, dass TV und Radio bei der Mediennutzung nach wie vor die Nase vorn haben.

Der Privatsender-Verband VPRT hat seine Mediennutzungsanalyse 2015 veröffentlicht und dabei wenig überraschend herausgefunden, dass Radio und Fernsehen die mit Abstand meistgenutzten Medien der Deutschen sind. Demnach verbrachten die Deutschen im vergangenen Jahr täglich mehr als zehn Stunden mit der Nutzung von Medien - 70 Prozent der Zeit gingen auf das Konto von Fernsehen und Radio. 92,2 Prozent der Deutschen sahen fern, fast genauso viele hörten Radio. Insgesamt verbringen die Deutschen im Schnitt 3 Stunden und 43 Minuten vor dem Fernseher. Das war sogar noch etwas mehr als in den Jahren zuvor. Allerdings gibt es beim Alter einige Unterschiede: So sehen die 14- bis 29-Jährigen täglich nur 118 Minuten fern.

TV-Sehdauer 1988 - 2015
© VPRT

Unterdessen nimmt die Internetnutzung weiter zu. Nach Angaben des VPRT waren 74,6 Prozent der Deutschen ab 14 Jahre monatlich online, mehr als die Hälfte der Bevölkerung geht mobil ins Netz. Die mediale Nutzung des Internets beträgt täglich rund eine Stunde. Davon entfallen 10 Prozent auf Onlinevideos und 8 Prozent auf Musikstreaming. "Die audiovisuellen Medien prägen mehr denn je den Lebensalltag der Menschen. Sieben Stunden täglich verbringen die Deutschen allein mit Fernsehen und Radio. Die steigende Nutzung von Audio- und Video-on-Demand nicht mit eingerechnet. Gleichzeitig fragmentiert die Mediennutzung mit immer mehr Angeboten auf immer mehr Plattformen", so Frank Giersberg, als Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich.

"Lineare Angebote sind lebendiger denn je, aber die Konvergenz schreitet schnell voran", betonte VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig, der zugleich einen Appell an die Politik richtete: "Um die unternehmerischen Chancen für eine positive Entwicklung zu erhalten, brauchen wir eine konvergente Medienordnung für alle Angebote. Wir setzen dazu große Hoffnungen in die laufenden Beratungen der Bund-Länder-Kommission."

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