Volker Herres ist zufrieden darüber, wie die Veröffentlichung der "Panama Papers" in den vergangenen Wochen gelaufen ist. Es sei auch "ein Triumph des klassischen Journalismus über das Geschwätz von der 'Lügenpresse'", sagte der ARD-Programmdirektor am Mittwoch in Potsdam. Zufrieden zeigte er sich auf der ARD-Pressekonferenz aber auch mit den Reaktionen auf den NSU-Dreiteiler, der "sehr anspruchsvoll, sehr massiv" gewesen sei - sowie mit den gestiegenen Quoten am Vorabend, auf dem es freilich etwas leichter zugeht. "Die einst so geschmähte Todeszone, sie lebt - und wir verwandeln sie gerade in eine blühende Landschaft", so Herres.
In Potsdam gab er aber zugleich auch einen Ausblick auf das diesjährige "Sommerkino", das ab dem 27. Juni einige Wochen lang den Sendeplatz am Montagabend im Ersten übernehmen wird. Den Anfang macht dabei erneut der französische Kino-Hit "Ziemlich beste Freunde", auf den verschiedene Film-Premieren folgen werden. "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist am 4. Juli zu sehen, ehe in den darauffolgenden Wochen "Sein letztes Rennen" mit Dieter Hallervorden, "Wir sind die Neuen", "Winterkartoffelknödel - Ein Eberhoferkrimi" und "Philomena - Eine Mutter sucht ihren Sohn" folgen.
Den zweiten "Sommerkino"-Sendeplatz am späten Abend wird es in diesem Jahr zunächst nicht geben, allerdings stellte ARD-Programmdirektor Volker Herres für den September das neue "Premierenkino" in Aussicht, in dem dienstags um 22:45 Uhr sechs weitere internationale Produktionen in Erstausstrahlung folgen sollen. Um welche Filme es sich dabei handelt, ließ er allerdings zunächst noch offen.
Zwischen dem 30. Oktober und dem 5. November soll derweil die nunmehr elfte ARD-Themenwoche veranstaltet werden, für die sich erstmals drei Anstalten zusammengeschlossen haben: Hessischer Rundfunk, Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen tragen die Verantwortung für den Schwerpunkt, der diesmal den Titel "Zukunft der Arbeit" tragen wird. Sendungen im Ersten, in allen dritten Programmen und in den Partnerprogrammen der ARD, sowie im Radio und im Internet sollen die unterschiedlichen Facetten der digitalen Arbeitswelt beleuchten und herausstellen, wie sich die Menschen heute und morgen über ihre berufliche Tätigkeit definieren. Geplant sind unter anderem Spielfilme und Dokumentationen zum Thema.
Und dann ging es auf der ARD-Pressekonferenz auch noch um das Junge Angebot von ARD und ZDF, das zwar am 1. Oktober starten soll, aber noch immer namenlos ist. Auch die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben bei ihrer Sitzung in Potsdam nun die Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, nachdem das ZDF dieser bereits zugestimmt hatte. "Mit dem Abschluss der Verwaltungsvereinbarung ist das Junge Angebot nun auf der Zielgeraden", sagte die ARD-Vorsitzende Karola Wille. Allerdings müssten noch einige Landesparlamente zustimmen. Insgesamt werden dem ausschließlich online verbreiteten Angebot 43,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
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