"Wenn Sie mich jetzt fragen, ob ich mich wohlgefühlt habe in meinen Shows, dann lautet die Antwort: nein." Recht schonungslos sprach Hape Kerkeling im vorigen Jahr im "Spiegel" über seine Fernsehkarriere, mit der er offenkundig nie so recht glücklich war (DWDL.de berichtete). So sei ihm schon bei seiner ersten Show im Jahr 1984 klar gewesen, dass er das nicht ewig mache. "So schnell ich kann, will ich da wieder raus", habe er sich damals gedacht. "Und das waren halt jetzt 30 Jahre." Es waren Sätze, die in der Fernsehbranche auf wenig Verständnis trafen.

Auch Klaas Heufer-Umlauf kann die Aussagen nicht so recht nachvollziehen, wie er jetzt in einem Interview mit der "Goldenen Kamera" durchscheinen ließ. Angesprochen darauf, dass sich Kerkeling im Alter von 50 Jahren aus dem Fernsehen zurückgezogen hat, sagte der ProSieben-Moderator: "Ach ja, der Hape - alle waren so gemein zu ihm! Dabei hat ihn doch niemand gezwungen, es mit den Psychopathen, Drogensüchtigen und Narzissten in der Branche auszuhalten. Er hätte ja auch arbeiten gehen können."

Auf die Frage, ob auch sie mit 50 in Rente gehen wollen, antwortete sein Kollege Joko Winterscheidt wohl nicht ganz ernst gemeint: "Ich hatte mir die 40 als Ziel gesetzt." Heufer-Umlauf nutzte die Gelegenheit, um erneut gegen Kerkeling zu sticheln: "Ich möchte mich wie Hape mit 50 mit einem Künstlerschal in eine TV-Show setzen, meinen Geburtstag dort öffentlich feiern und mich trotzdem richtig darüber beschweren, wie scheiße alles und das TV im Besonderen ist. Anschließend pilgere ich über den Jakobsweg - mit dem Auto."

Im Gespräch der Goldenen Kamera machte der Moderator zudem deutlich, dass ProSieben auch nach dem TV-Abschied von Stefan Raab keinen Druck auf ihn und seinen "HalliGalli"-Mitstreiter ausübe. "Wir fühlen uns bei ProSieben wohler als irgendwo anders. Ich weiß, dass das unsere Verhandlungsposition schwächt - aber diese Ehrlichkeit wird trotzdem erlaubt sein. Wir werden da bleiben, solange wir dürfen." Das Duo mache die Dinge, "die wir für richtig halten", so Klaas Heufer-Umlauf. Dazu gehört nun erst mal "Die beste Show der Welt", die am Samstag Premiere feiern wird.

Ob "Mein bester Feind" noch einmal auf den Bildschirm zurückkehren wird, steht dagegen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Heufer-Umlauf: "Es gab sechs Folgen, und die letzte Quote war nicht so berauschend. Zwar kein Komplettabsturz, aber auch kein Highlight. Wir werden darüber reden, ob und wie es weiter geht. Ich liebe die Show."

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