Handball-Nationalmannschaft © Sascha Klahn/DHB
Handball-WM auf Sparflamme:

So läuft die WM im Netz: DKB will Sender nicht kopieren

von Alexander Krei
09.01.2017 - 15:49 Uhr

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Die Spiele - und sonst nichts: Nachdem sich der Sponsor DKB überraschend die Rechte an der Handball-WM gesichert hat, stehen nun auch Details zum Ablauf der Übertragungen fest. Wie sich die Bank ihre Übertragungen vorstellt...

Die DKB wird bei ihren Übertragungen der Handball-WM auf eine umfangreiche Rahmenberichterstattung verzichten und stattdessen erst mit dem Einlauf der Mannschaften ins Stadion beginnen. Man wolle "den deutschen Handball-Fans einen möglichst attraktiven Livestream bereitstellen, ohne dabei jedoch das Rahmenprogramm klassischer TV-Berichterstattungen zu kopieren", hieß es am Montag. Der Livestream soll aus diesem Grund auch bereits kurz nach dem Spiel enden.

Ein Studio oder gar ein Team vor Ort wird es nach Angaben der Bank nicht geben. Als Kommentatoren der Spiele der deutschen Handball-Nationalmannschaft fungieren Markus Götz und Uwe Semrau, die Fans der Sportart vor allem von ihren Einsätzen bei Sport1 kennen dürften. Sie werden auch das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Brasilien kommentieren, das am Mittwochabend angepfiffen wird. Unabhängig vom Weiterkommen der deutschen "Bad Boys" sitzen sie außerdem beim Halbfinale und Finale am Mikrofon.

Die übrigen der insgesamt 51 Partien, für die sich die Bank vor wenigen Tage überraschend die Rechte gesichert hatte, sollen mit dem englischen Original-Kommentar des Veranstalters ausgestrahlt werden. Eine vorherige Anmeldung soll nicht nötig sein. Nach Angaben der DKB soll der Livestream, der in Zusammenarbeit mit YouTube entsteht, auf allen internetfähigen Endgeräten empfangbar sein - das bedeutet, dass die WM-Partien nicht nur über die eigens für die Übertragungen eingerichtete Website angesehen werden können, sondern auch durch den Aufruf des DKB-Kanals in der YouTube-App.

Die DKB will die Spiele in HD ausstrahlen und betont, dass keine bestimmte Geschwindigkeit vorausgesetzt wird, weil YouTube die Qualität des Streams automatisch an die Geschwindigkeit der Internetverbindung angepasst wird. Der Stream wird allerdings nur in Deutschland abrufbar sein - ganz so, wie sich das der Rechtehalter be In Sports im Vorfeld gewünscht hatte. Die DKB nutzt dabei die sogenannte Geoblocking-Funktion von Google und YouTube, die erkennt, aus welchem Land der Nutzer auf den Stream zugreift.

Alles in allem bleibt der Livestream letztlich eine Notlösung, die sich offenbar selbst die DKB nach eigenem Bekunden anders gewünscht hat. "Als langjähriger Partner des deutschen Handballs hätte sich auch die DKB eine Live-Übertragung im Free-TV gewünscht und hofft, dass dies bei künftigen Turnieren auch wieder der Fall sein wird", stellte die Bank am Montag. "Da vor Beginn der WM in Frankreich allerdings eine solche Lösung für den deutschen Markt nicht in Sicht war, ist die DKB kurzfristig eingesprungen.

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