Sports-Update vom 19. November

Mehr Nascar bei Motorvision, Kommentatorin bei Sky

von Alexander Krei
19.11.2012 - 12:29 Uhr

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Auch in den kommenden beiden Jahren wird die Nascar-Rennserie bei Motorvision TV zu sehen sein. Sky hat derweil seine erste weibliche Fußball-Kommentatorin gefunden. Außerdem: Sport1 bedient sich für die Premier League bei Sky.

  • Motorvision TV
    © Motorvision TV
    Der über Sky empfangbare Bezahlsender Motorvision TV wird auch in den kommenden beiden Jahren die Rennen der Nascar Sprint Cup Series übertragen. Die Zusammenarbeit mit Nascar wurde dementsprechend bis zum Jahr 2014 verlängert. Jeweils 25 Rennen pro Saison werden 2013 und 2014 live übertragen, alle weiteren 13 Läufe pro Saison zeigt Motorvision TV in einer einstündigen Zusammenfassung. Daneben will Motorvision TV zudem Reportagen und Dokumentationen zum Thema ausstrahlen. Sky kündigte indes an, regelmäßig auf seinem Sportnachrichtensender Sky Sport News HD berichten zu wollen.
  • Christina Graf und Marcel Reif
    © Sky/Helmich
    Christina Graf wird erste Fußball-Kommentatorin bei Sky. Die 26-Jährige setzte sich am Wochenende gegen ihre beiden Kontrahentinnen im Casting "Wir wollen Deine Stimme" durch. Im Vorfeld hatten sich 1200 Frauen beworben. Die Jury aus Bärbel Schäfer, "Sport-Bild"-Chefredakteur Matthias Brügelmann und Sky-Chefkommentator Marcel Reif entschied sich einstimmig für Graf, die nun am 20. Zweitliga-Spieltag Anfang Februar ein Spiel der Bundesliga oder 2. Bundesliga über 90 Minuten live kommentieren wird. Ganz neu ist das Einsatzgebiet für Graf nicht: Für Radio Siegen kommentiert sie regelmäßig die Spiele der Sportfreunde Siegen, außerdem arbeitet sie für die Sportredaktion von n-tv. "Großes Fachwissen, sprachliche Fertigkeit, eine markante Stimme und echte Begeisterung für den Fußball: Christina Graf bringt alles mit, was man in diesem Job braucht. Ich freue mich auf ihren ersten Einsatz für Sky", so Marcel Reif über die Gewinnerin.
  • Bundesliga
    © DFL
    In den kommenden vier Jahren werden die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga deutlich mehr Geld einnehmen. Nun hat der Ligavorstand einen neuen Verteiler-Schlüssel beschlossen. Die Zweitligisten bekommen fortan zwar nur noch 20 Prozent statt wie bisher 21 Prozent der Fernsehgelder. Doch weil Sky deutlich mehr zahlt als bisher, werden die Gesamteinnahmen wesentlich höher liegen. Der Anteil der 2. Bundesliga sei in Bezug auf die nationalen Medienrechte deutlich höher, als es dem realen Vermarktungswert entspreche, teilte die DFL mit. Innerhalb der Bundesliga ändert sich nichts: Der Meister bekommt 5,8 Prozent der Erlöse, das Schlusslicht immerhin noch 2,9 Prozent. In der Bundesliga richtet sich die Verteilung der Einnahmen aus der internationalen Vermarktung weiterhin sowohl nach den jeweiligen Punkten in der UEFA-5-Jahreswertung als auch nach dem Abschneiden auf nationaler Ebene. Der pauschale Anteil aus der internationalen Vermarktung für die 2. Bundesliga wird sich im Vergleich zur laufenden Periode verdoppeln.
  • Kleingeld
    © neo.n / photocase.com
    Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat sich dafür ausgesprochen, die Mehreinnahmen mit Augenmaß und mehr Nachhaltigkeit auszugeben. Zugleich regte er an, mit den Mehreinnahmen Rücklagen zum Aufbau eines eigenen Fußballsenders für die Profiligen zu bilden. "Man könnte dann ab 2017 die Marke Bundesliga selbst mit eigenen Produktionen und Sendungen vermarkten und würde damit nicht die Gefahr eingehen, bei zukünftigen Verhandlungen einem Monopolisten gegenüberzusitzen", sagte Holzhäuser auf einem Medientreffen. Ab der kommenden Saison erhält die DFL durch die TV-Rechte jährlich 628 Millionen Euro. Derzeit sind es über 200 Millionen Euro weniger.
  • Sport1
    © Sport1
    Im Free-TV ist die englische Premier League bislang nicht wirklich gut vertreten. Das wird sich ab dieser Woche ändern: Fortan strahlt Sport1 jeweils montags um 23:30 Uhr im Anschluss an die "Liga total Spieltaganalyse" das von Sky produzierte Magazin "Roarrr - Premier League Highlights" aus. Es wird zudem noch einmal am späten Dienstagabend wiederholt. "Die Barclays Premier League, promoted als 'The Greatest Show on Earth', ist aufgrund der höchsten Einschaltquote die beliebteste Liga der Welt", so Sport1-Chefredakteur Olaf Schröder. "Wir freuen uns, das Programm von Sport1 mit allen Toren dieser faszinierenden Liga bereichern zu können."

Sport in Zahlen

  • Basketball-Bundesliga
    © BBL
    Die Zuschauerzahlen der Basketball-Bundesliga waren bei kabel eins am Sonntag enttäuschend - zeitweise wurde in der Zielgruppe sogar weniger als ein Prozent Marktanteil gemessen (DWDL.de berichtete). Auch für Sport1, wo ab 17:00 Uhr das Spiel zwischen Berlin und Frankfurt zu sehen war, lief es nicht gut. Gerade mal 80.000 Zuschauer sahen im Schnitt zu und sorgten für einen Marktanteil von 0,3 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen kam der Sportsender mit seiner Live-Übertragung nicht über 0,3 Prozent hinaus.
  • Sky
    © Sky
    Mit mehr als sieben Millionen Zuschauern war das Formel 1-Rennen am Sonntagabend bei RTL gefragt. Sky hat indes mit der Übertragung aus den USA knapp einen neuen Saison-Bestwert verpasst. 440.000 Zuschauer sahen die Live-Übertragung - und damit geringfügig weniger als im Sommer beim Großen Preis von Deutschland. Der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei 1,3 Prozent. Die beiden Sonntagsspiele der Bundesliga waren im Vorfeld gefragter - allerdings gab es um 17:30 Uhr beim Spiel zwischen Hoffenheim und Wolfsburg mit 550.000 Zuschauern die schwächste Reichweite seit Ende September. Zuvor sahen 690.000 Zuschauer die Begegnung zwischen Bremen und Düsseldorf. Das war mit Abstand der beste Wert der Saison zu dieser Anstoßzeit. Auch die Konferenz der 2. Liga hatte zuvor mit 380.000 Zuschauern einen neuen Bestwert markiert.

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