Sports-Update vom 3. Dezember

Buschi in der Sinnkrise, NBA zurück in Deutschland

von Alexander Krei
03.12.2012 - 12:24 Uhr

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Die NBA feiert ihre Rückkehr ins deutsche Fernsehen, wenn auch nur im Pay-TV. Sport1 hat sich entsprechende Rechte gesichert. Derweil hadert Basketball-Kommentator Frank Buschmann mit Quoten sowie den Äußerungen von Fans.

  • NBA
    © NBA
    Die NBA kehrt zurück ins deutsche Fernsehen - wenn auch nur im Pay-TV. Sport1 hat ein Rechtepaket für zwei Jahre bis einschließlich der Saison 2013/14 erworben. Im Rahmen dieser Vereinbarung zeigt der Bezahlsender Sport1+ ab sofort zwei Live-Spiele pro Woche, die NBA Finals mit deutschem Kommentar sowie ein wöchentliches Highlight-Magazin. Die Live-Spiele werden in der Regel in den Nächten von Dienstag auf Mittwoch sowie von Samstag auf Sonntag übertragen. "Mit der NBA haben wir eines der weltweit attraktivsten Sportrechte exklusiv für den deutschen TV-Markt erworben und damit das hochwertige Programm-Portfolio von Sport1+ weiter ausgebaut", sagte der neue Sport1-Chefredakteur und -Programmchef Olaf Schröder.
  • Bundesliga
    © DFL
    Immer mal wieder meldet sich Karl-Heinz Rummenigge, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, zu Wort, um über die TV-Einnahmen der Bundesliga zu sprechen. Auch wenn die DFL für die kommenden vier Jahre eine Rekordsumme von 628 Millionen Euro pro Saison einnehmen wird, sieht er noch Luft nach oben. "Ich bin überzeugt, dass wir irgendwann zumindest Italien einholen werden. Die liegen ja heute bei etwa einer Milliarde Euro per annum", sagte Rummenigge gegenüber "Sponsors" - allerdings mit einer Einschränkung. "Immer vorausgesetzt, dass sich das Pay-TV weiter so gut entwickelt, wie es aktuell aussieht."
  • Roman Steuer - Sky Sport News HD
    © Sky
    Ein Jahr nach dem Start von Sky Sport News HD gibt sich Senderchef Roman Steuer optimistisch, kündigt aber Veränderungen an. "Wir werden versuchen, die großen Events noch besser abzudecken, wie zum Beispiel die Tour de France, der wir mehr Platz einräumen werden", sagte Steuer gegenüber dem "sid". "Wir werden mit unseren Sky-Kollegen in England und Italien einen noch intensiveren Programmaustausch betreiben und uns auch technisch noch weiter entwickeln." Zunächst einmal startet am Montag nun allerdings der neue "Inside Report", mit dem man täglich am Vorabend für eine halbe Stunde vom Rolling-News-Verfahren abweichen möchte (DWDL.de berichtete).
  • Sky
    © Sky
    Unter die Kategorie "Ziemlich kurios" fällt ein Interview, das Düsseldorfs Spieler Andreas Lambertz vor wenigen Tagen dem Bezahlsender Sky gegeben hat. Während des Gesprächs wird er von Fortuna-Sportvorstand Wolf Werner aus dem Bild gezogen. "Komm, weg da. Heute geben wir Sky kein Interview, die haben uns vorher nur niedergemacht", sagte Wolf. Sky-Sportchef Burkhard Weber ließ am Tag danach mitteilen, man habe in einem Telefonat "einige Dinge aufarbeiten" können, Werner bedauere sein Verhalten. "Damit ist die Angelegenheit für mich erledigt." Doch Werners Zorn scheint trotzdem noch nicht verflogen zu sein. "Der Sender hat verbreitet, ich hätte mich entschuldigt. Das ist unwahr", schimpfte er gegenüber "Express.de". Inhaltlich stehe er weiter zu seiner Kritik, auch wenn man über die Form habe reden können.
  • ARD Sales & Services
    © AS&S
    Bei ARD Werbung Sales & Services (AS&S) zeigt man sich zufrieden mit den Werbebuchungen bei den Wintersport-Übertragungen. Das Presenting sei "nahezu restlos vergeben", teilte der Vermarkter mit. "Wir freuen uns besonders, mit Honda und engelbert strauss zwei echte Neukunden im Programmsponsoring von den leistungsstarken Angeboten des Wintersports im Ersten überzeugt und als Co-Sponsoring Partner der Vierschanzentournee gewonnen zu haben", so Michael Lina, Leiter Sportvermarktung bei AS&S. Freie Presenting-Pakete seien derzeit lediglich noch im Skisprung-Weltcup und bei der Nordischen Ski-WM zu haben.

Sport in Zahlen

  • Das Erste
    © Das Erste
    Auch aus Sicht der Quoten nimmt die Wintersport-Saison Fahrt auf. Verlass ist wie immer in erster Linie auf die Biathlon-Übertragungen. Den Damen-Wettkampf am Sonntag sahen im Schnitt 3,46 Millionen Zuschauer im Ersten. Der Marktanteil lag am Nachmittag somit bei starken 20,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden zu diesem Zeitpunkt immerhin 10,6 Prozent gemessen. Auch die anschließende Übertragung des Rodel-Weltcups der Herren war mit 2,82 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 16,6 Prozent noch gefragt.
  • Frank Buschmann
    © Sat.1/Benedikt Müller
    "Wenn das nicht mal 200.000 bis 300.000 Fans lockt, dann weiß ich nicht mehr", schrieb Kommentator Frank Buschmann vor dem Basketball-Spiel zwischen Berlin und Bayern München auf Facebook - immerhin liegen hinter den Bayern reichlich turbulente Tage. Tatsächlich aber hielt sich das Interesse an der Live-Übertragung am Sonntag in Grenzen. Nur 100.000 Zuschauer sahen ab 17:00 Uhr bei Sport1 zu. Der Marktanteil fiel mit 0,5 Prozent entsprechend überschaubar aus und lag in der Zielgruppe sogar bei nur 0,3 Prozent. Nach der Übertragung meldete sich Buschmann übrigens erneut zu Wort - diesmal als Antwort auf Kritik an seinem Stil.
    "Bin in einer Sinnkrise. Der eine sagt, ich sei Bayern Fan. Der nächste, ich rede immer gegen Bayern. Der eine sagt, ich rede zu früh von Entscheidung, der andere, ich mache zu sehr auf Spannung. Herrlich bekloppt!" Er wolle nun in die "Korbball-Psychiatrie" gehen und sich von "schönen Dunkern behandeln" lassen.
  • Sky
    © Sky Deutschland
    Zuletzt noch einmal ein Blick aufs Pay-TV. Dort hat Sky am Samstag mit dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund einen neuen Saison-Rekord aufgestellt. 1,28 Millionen Zuschauer verfolgten die Live-Übertragung um 18:30 Uhr, die auch an der "Sportschau" im Ersten nicht spurlos vorüberging. 4,96 Millionen Zuschauer schalteten dort ein - das waren knapp eine Million Fans weniger als am Samstag zuvor. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei vergleichsweise schwachen 15,7 Prozent. Beachtlich: Sky erreichte mit dem parallelen Livespiel immerhin einen Marktanteil von 8,7 Prozent. Jene Fans, die in Kneipen zusahen, sind dabei freilich noch gar nicht eingerechnet.

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