Sports-Update vom 11. März

Servus TV rüstet auf, Waldi wäre gerne Papst

von Alexander Krei
11.03.2013 - 13:38 Uhr

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Mit Beginn der DEL-Play-Offs setzt Servus TV auf mehr Kameras und neue Experten. Außerdem: RTL verpasst der Formel 1 eine neue Optik, BR-Intendant Ulrich Wilhelm pocht auf ein Recht auf Sport bei ARD und ZDF. Und Neues von Waldi Hartmann...

  • EuroSport
    © EuroSport
    Radsport wird auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle im Programm von Eurosport spielen. Der Sender und der Recheinhaber RCS Sport haben sich darauf verständigt, dass der Giro d'Italia bis 2016 live bei Eurosport zu sehen sein wird. Der Umfang der Berichterstattung wird von bisher zwei auf künftig drei Stunden pro Etappe erweitert. Alle Rennen werden zudem erstmals in HD produziert. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung die Übertragung von fünf weiteren Radsport-Events in Italien vor: Mailand-San Remo, der Lombardei Rundfahrt, Tirreno-Adriatico, Strade Bianche und Roma Maxima.
  • Servus TV HD
    © Servus TV
    Servus TV wird mit Beginn der in dieser Woche startenden Play-Offs der der Deutschen
    Eishockey-Liga (DEL) seine Übertragungen ausbauen. Gleich 17 Kameras sollen künftig pro Partie eingesetzt werden, teilte der Sender mit, darunter eine Schlittschuh-Kamera sowie eine neue Reverse-Kamera. Sie wird gegenüber der normalen Kameraseite aufgebaut und soll neue Perspektiven liefern. Die von einem Kameramann auf Schlittschuhen bediente Kamera wurde bislang bei der DEL-Auftaktpartie und dem DEL Winter Game eingesetzt. Sie nimmt den Zuschauer buchstäblich mit aufs Eis und gehört in den Playoffs zum festen Bestandteil des Konzepts. Neu dabei sind zudem Eisbären-Legende Sven Felski und DEG-Center Tino Boos, die als Experten in Erscheinung treten werden.
  • Formel 1
    © RTL
    RTL
    verpasst seinen Formel 1-Übertragungen rechtzeitig zum Beginn der neuen Saison ein optisches Facelifting. Man habe das grafische Erscheinungsbild seiner Übertragungen weiterentwickelt, heißt es von Seiten des Kölner Senders. "Frisch, sportlich und modern" soll das Design demnach wirken. Mit neuen Rekord-Quoten rechnet man bei RTL aber trotz einer zu erwartet spannenden Saison nicht. "Angesichts der zunehmenden Fragmentierung im TV-Markt und bei den Sehgewohnheiten der Zuschauer üben wir uns in Sachen Quotenerwartung jedoch in Zurückhaltung", so RTL-Sportchef Manfred Loppe. "Wir jedenfalls werden redaktionell und konzeptionell wieder alles daransetzen, um die Live-Übertragungen so attraktiv wie möglich für ein großes TV-Publikum zu gestalten."
  • Ulrich Wilhelm
    © Bundesregierung
    BR-Intendant Ulrich Wilhelm, der zugleich Sport-Intendant der ARD ist, hat den Erwerb von Sport-Rechten verteidigt. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat nicht nur einen gesetzlichen Auftrag für Bildung und Kultur, sondern auch für Unterhaltung und Sport. Das hat uns das Bundesverfassungsgericht mehrmals aufgetragen", sagte Wilhelm der "FAZ". Allerdings müsse man "verantwortungsvoll haushalten. Er stellte in Aussicht, dass man wegen eingefrorener Etats künftig weniger Geld für Sport zur Verfügung haben wird. "Wir haben keinen Spielraum nach oben." Weiter sagte Wilhelm: "Die Olympischen Spiele würde keiner unserer Wettbewerber im Vollprogramm in einer derart umfassenden Weise präsentieren können, wie es das Publikum bei uns schätzt. Das gilt auch für die Turniere der Fußball-EM und -WM."
  • Waldemar Hartmann
    © SWR/Pohlig
    Der ehemalige ARD-Moderator Waldemar Hartmann hat seine Autobiografie "Dritte Halbzeit" veröffentlicht. Dem "Focus" sagte er nun, er habe "35 Jahre in der ARD ohne größere psychische Schäden überlebt". Das sei eine Leistung, auf die er besonders stolz sei. Auf die Frage, mit wem er gerne tauschen würde, antwortete Hartmann: "Im Moment mit dem Papst. Weil ihn nach dessen Rücktritt plötzlich alle gut finden. Das würde ich mir auch wünschen." Im Dezember hatte Hartmann letztmalig für die ARD moderiert. Zuvor hatte er seinen Fußball-Talk "Waldis Club" abgegeben, nachdem ihm nur eine einjährige Vertragsverlängerung angeboten wurde. Hartmann selbst wollte noch zwei Jahre auf Sendung gehen.

Sport in Zahlen

  • ZDF
    © ZDF
    Auch wenn in Teilen Deutschlands noch einmal der Winter eingebrochen ist: Die Wintersport-Saison neigt sich ihrem Ende entgegen. Am Wochenende bescherten die zahlreichen Live-Übertragungen dem ZDF aber noch einmal starke Quoten. 4,48 Millionen Zuschauer sahen am Sonntag, wie die deutsche Frauen-Staffel im Biathlon den Sieg errang. Der Marktanteil lag bei sehr guten 22,9 Prozent. Im Vorfeld brachte es die Männer-Staffel schon auf 4,26 Millionen Zuschauer, die 25,4 Prozent Marktanteil entsprachen. Bereits am Samstag waren sogar die Biahtlon-Rennen für Marktanteile von bis zu 26,6 Prozent gut.
  • Sky-Kamera
    © Sky
    Das Derby zwischen Schalke und Dortmund hat am Samstag nicht für ein gesteigertes Interesse an der Bundesliga gesorgt - zumindest wenn man den offiziell ausgewiesenen Zahlen glaubt. Mit 1,25 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 10,6 Prozent in der Zielgruppe bewegte sich die Konferenz bei Sky auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Laut "Meedia" liegt aber offenbar ein Fehler vor, denn schon das Revierderby und das Bayern-Spiel kamen zusammen auf über 700.000 Zuschauer, die Konferenz sahen zudem noch einmal 750.000 Fans. Die "Sportschau" im Ersten schaffte indes erstmals seit einem Monat auch ganz offiziell wieder den Sprung über die Marke von 20 Prozent beim jungen Publikum. Insgesamt sahen 5,37 Millionen Zuschauer die Spielberichte am Samstag, hier lag der Marktanteil bei sehr guten 22,8 Prozent.

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