Sports-Update vom 23. September

Weniger Formel-1-Fans bei RTL, "Bild" zieht Liga vor

von Alexander Krei
23.09.2013 - 13:10 Uhr

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Langweilt Vettels Dominanz die Zuschauer von RTL? Die Zahl der Fans ging jedenfalls deutlich zurück. Sky verbuchte dagegen einen neuen Bestwert. Außerdem: Bundesliga-Clips "Bild.de" früher und Lanz muss gegen Klitschko ran.

  • Sportschau
    © WDR
    Das "originäre Livestreaming" bei sportschau.de ist auch weiterhin erlaubt. Der WDR-Rundfunkrat gab inzwischen grünes Licht: Er war einstimmig der Ansicht, dass die Livestreaming-Angebote vom genehmigten Telemedienkonzept gedeckt sind. Damit kann das Angebot zunächst bis Ende kommenden Jahres verbreitet werden. "Der WDR-Rundfunkrat ist nach intensiven Beratungen zu dem Ergebnis gekommen, dass das beschriebene Angebot zum originären Livestreaming im Telemedienkonzept von sportschau.de angelegt ist und insofern lediglich eine Konkretisierung des abstrakter gefassten Telemedienkonzepts darstellt", erklärte die Rundfunkratsvorsitzende Ruth Hieronymi. "Er bestätigt damit das Ergebnis der Vorprüfung durch den WDR-Intendanten, dass ein neuer Dreistufentest nicht erforderlich ist." Das Resultat der Beratungen sei der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD (GVK) übermittelt worden. Hieronymi: "Für die Zuschauerinnen und Zuschauer freut es mich besonders, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk dieses Angebot zur Sportberichterstattung machen kann."
  • Bundesliga bei Bild
    © Springer
    Springer darf die Highlight-Videos der Bundesliga-Spiele seit dem vergangenen Wochenende schon früher auf "Bild.de" zeigen als ursprünglich geplant. Bislang durften die Clips erst eine Stunde nach Abpfiff veröffentlicht werden, nun ist das bereits 20 Minuten früher erlaubt. Die Video der Samstagsspiele dürfen dadurch neuerdings um 18:00 Uhr gezeigt werden. Weil man festgestellt habe, dass die Produktion der Videos wesentlich schneller ginge, habe man sich mit der DFL auf einen früheren Veröffentlichungszeitpunkt geeinigt, erklärte "Bild"-Sprecherin gegenüber "Horizont". Vor Beginn der Saison hatten sich Springer und Sky einen Streit geliefert, weil Sky durch eine neue App seines Sportnachrichtensenders bereits deutlich vor "Bild.de" erste Zusammenfassungen lieferte - und zwar auch für Zuschauer, die kein klassisches Sky-Abo besitzen.
  • Wladimir Klitschko
    © RTL/Morris Mac Matzen
    Im Programmvorlauf von RTL steht der WM-Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Alexander Povetkin bereits seit geraumer Zeit. Doch der TV-Vertrag wurde offenbar erst vor wenigen Tagen perfekt. Eine entsprechende Vereinbarung für die Übertragung des Kampfs am 5. Oktober wurde zwischen dem russischen Rechteinhaber Oblstroy und dem Kölner Sender nun besiegelt. Wegen der Zeitverschiebung beginnt der Kampf bereits um 21:30 Uhr deutscher Zeit - RTL beginnt mit der Vorberichterstattung schon um 20:15 Uhr. Das ZDF kann sich also schon mal warm anziehen: Bei seiner Rückkehr aus der Sommerpause bekommt es "Wetten, dass..?" gleich mal mit Klitschko zu tun. "Für mich ist das ein ganz besonderer Kampf, da sich in Moskau gleich zwei Olympiasieger gegenüber stehen werden", so RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann.
  • EuroSport
    © EuroSport
    Quasi in letzter Minute hat die Marketing GmbH der Europäischen Handball-Föderation (EHF) doch noch einen Fernsehpartner für die Champions League im Handball gefunden. Eurosport wird die Spiele auch weiterhin übertragen - kurz vor dem ersten Spiel der Saison konnten beide Seiten eine Einigung erzielen. Die neue Vereinbarung umfasst die TV-Rechte für die EHF Champions League der Herren im deutschsprachigen Raum. Eurosport wird auch zukünftig während der Gruppenphase in der Regel die vier Spiele mit deutscher Beteiligung live übertragen. Auch das EHF Final4 2014 wird auf nicht-exklusiver Basis komplett bei Eurosport zu sehen sein.
  • UEFA Champions League
    © UEFA
    Rechtzeitig zum Start der neuen Champions-League-Saison hat das ZDF sein Online-Angebot überarbeitet. Neu eingeführt wurde die "Web-Tribüne", die den Nutzern Zusatzinfos, exklusive Einblicke und Statistiken liefern soll. Das jeweilige vom ZDF übertragene Spiel wird in der "Web-Tribüne" mit Kommentaren und Einschätzungen begleitet. abei werden unter anderem spielstatistische Besonderheiten hervorgehoben, die den TV-Kommentar ergänzen sowie auf das Spiel bezogene Social-Media-Inhalte verknüpfen. ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz: "Die 'Web-Tribüne' bringt das Premium-Produkt Champions League im TV und online noch näher zusammen. Auf dem Smartphone interessante Zusatzinfos parallel zum TV-Programm abrufen – das ist inzwischen eine typische Nutzungssituation, für die es ab sofort die 'Web-Tribüne' gibt, egal ob man zuhause auf dem Sofa sitzt oder in der Kneipe mit Freunden."

Sport in Zahlen

  • Formel 1
    © RTL
    Sebastian Vettel dominiert die Formel 1 - doch bei RTL kann man sich darüber nicht so sehr freuen. Mit 5,01 Millionen Zuschauern war der Große Preis von Singapur am Wochenende das bislang schwächste Rennen der Saison, sieht man mal von jenen Rennen ab, die hierzulande vormittags zu sehen waren. Der Marktanteil lag mit 34,0 Prozent aber trotzdem in etwa auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 27,5 Prozent etwas schwächer aus. Sky kann dagegen über einen neuen Bestwert jubeln: Dort verfolgten am Sonntag im Schnitt 540.000 Zuschauer das Rennen. Sowohl insgesamt als auch in der Zielgruppe belief sich der Marktanteil auf sehr gute 3,6 Prozent.
  • Bundesliga
    © DFL
    Bereits am Tag zuvor verbuchte der Bezahlsender einen neuen Saison-Rekord - und zwar mit der Fußball-Bundesliga. Mit 1,22 Millionen Zuschauern war das Spiel zwischen Schalke und den Bayern das bisher besteingeschaltete Samstagabend-Spiel der Saison. Damit lag die Partie nur knapp hinter dem Rekord der vorigen Saison. Der Marktanteil lag am Samstag bei stolzen 7,5 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die Konferenz brachte es am Nachmittag sogar auf satte 12,2 Prozent. Insgesamt schalteten hier 1,16 Millionen Fans ein. Die beiden Sonntagsspiele lockten dagegen weniger Zuschauer vor den Fernseher als die Partien der vergangenen Wochenenden. Für Freiburg gegen Hertha interessierten sich 370.000 Zuschauer, das Spiel zwischen Stuttgart und Frankfurt kam später auf 470.000.

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