Sports-Update vom 21. Oktober

ARD & ZDF schwimmen weiter, Phantomtor hilft nicht

von Alexander Krei
21.10.2013 - 12:07 Uhr

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Ein neuer Vertrag zwischen EBU und Schwimm-Organisation FINA sorgt dafür, dass auch in Zukunft bei ARD und ZDF geschwommen wird. Außerdem: Das Phantom-Tor in der Liga beflügelt die Quoten der Fußballs-Talks nicht.

  • ARD & ZDF
    © DWDL
    Die Europäische Rundfunk-Union (EBU) hat den Vertrag mit der Weltschwimmorganisation FINA verlängert. Der neue Vertrag gilt nun bis 2017. Das Paket umfasst unter anderem die Schwimm-Weltmeisterschaften 2015 in Russland und 2017 in Mexiko. Auch die Kurzbahn-Weltmeisterschaften gehören zum Portfolio. Die Schwimm-Übertragungen werden durch die Vereinbarungen auch weiterhin bei ARD und ZDF zu sehen sein. Nach Angaben des Branchendienstes "Sponsors" soll darüber hinaus Einigkeit mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) herrschen. Dabei geht es unter anderem um die Berichterstattung über die Deutschen Meisterschaften. In diesem Jahr hatten die Übertragungen nur Marktanteile um drei Prozent erzielt, was ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz als "desaströs" bezeichnete.
  • Bundesliga
    © DFL
    Nach dem in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Deal mit 21st Century Fox, der für die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ein Meilenstein in der Auslandsvermarktung der Bundesliga darstellt, zeigte sich nun Jörg Daubitzer, Geschäftsführer der DFL Sports Enterprises, entsprechend zufrieden. "Uns ist es natürlich wichtig, das Wachstum der Liga auch finanziell abzubilden und obwohl es andere sehr attraktive Angebote gab, waren diese noch immer extrem weit weg von dem, was wir mit Fox Sports vereinbaren konnten", sagte Daubitzer in einem Interview mit "Sponsors". Gerade in den USA finde man derzeit noch eine "sehr unzufriedenstellende Situation" vor. "Die Bundesliga gewinnt an Popularität und Attraktivität und der Partner kann dies auf einem der wichtigsten Märkte der Welt nicht reflektieren." Dass die Spielzeiten der Liga an ausländische Märke angepasst werden, schloss Daubitzer jedoch klar aus: "Anstoßzeiten, wie es sie in Spanien oder Italien mit bis zu zehn verschiedenen Zeitpunkten gibt, nur um in Asien zu einer attraktiven Uhrzeit zu senden, sind Quatsch."
  • Red Bull Media House Logo
    © Red Bull Media House
    Das Red Bull Media House und das US-Network Fox Sports haben eine Kooperation vereinbart. Mehrere Wettbewerbe wie etwa die Red Bull Crashed Ice Worls Championships und die Red Bull Air Race World Championships werden ab 2014 live und in HD auf den Kanälen von Fox Sports zu sehen sein. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. "Red Bull Media Haus hat eine langjährige Geschichte mit Fox Sports - wir teilen die Überzeugung, dass Partnerschaften mehr als ein Deal sind und es darum geht die Zuseher auf innovative Art zu begeistern", sagte Alexander Koppel, Chief Commercial Officer beim Red Bull Media House.
  • ran Tennis auf Sat.1 Gold
    © ProSiebenSat.1
    Sat.1 Gold wird in dieser Woche wieder Live-Tennis ins Programm nehmen. Der Spartensender zeigt am Wochenende die beiden Halbfinals und das Finale der WTA Championships live. Los geht es am Samstag um 14:00 Uhr, am Sonntag steigt Sat.1 Gold um 16:00 Uhr ein. Als Kommentator fungiert Herbert Gogel. Zu sehen sind die Spiele darüber hinaus auch bei ran.de - dort werden bereits zwischen Dienstag und Freitag sämtliche Begegnungen live gestreamt. Hoffnungen setzt Sat.1 Gold nicht zuletzt auf Auch Angelique Kerber, die sich für das Saisonfinale qualifiziert. Die deutsche Nummer 1 spielt in der Gruppenphase gegen die Weltranglistenerste und Titelverteidigerin Serena Williams (USA) sowie die Polin Agnieszka Radwanska und die frühere Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova aus Tschechien.
  • Foto: Photocase/derfabseSponsors berichtet unterdessen darüber, dass ARD und ZDF derzeit versuchen, einige WM-Rechte an einen Free-TV-Sender zu sublinzensieren. Es geht dabei um die Rechte an Spielen ohne deutsche Beteiligung. Zu den möglichen Kandidaten zählen wohl nur RTL und ProSiebenSat.1 - doch durch aus deutscher Sicht oft eher unattraktiven Anstoßzeiten bei der Weltmeisterschaft in Brasilien dürften die Sender nicht um jeden Preis interessiert sein. RTL hatte sich zuletzt mehrfach einige Rechte gesichert. Fest steht dagegen, dass der Kölner Sender ab Herbst kommenden Jahres die WM- und EM-Qualifikationsspiele zeigen wird. Sky hatte unterdessen kürzlich angekündigt, im kommenden Jahr nicht von der Fußball-WM berichten zu wollen. Stattdessen will man sich auf den hauseigenen Nachrichtensender Sky Sport News HD konzentrieren.

Sport in Zahlen

  • Doppelpass-Phrasenschwein
    © Sport1
    Das "Phantom-Tor" beim Freitagsspiel der Bundesliga hat am Wochenende für einige Schlagzeilen gesorgt. Doch das Bedürfnis, darüber ausgiebig zu diskutieren, hielt sich offensichtlich in Grenzen. Mit 1,04 Millionen Zuschauern erreichte der "Doppelpass" bei Sport1 zwar fast 300.000 Zuschauer mehr als noch vor einer Woche - doch da war bekanntlich auch gar kein Bundesliga-Spieltag. Auch vor zwei Wochen konnte der "Doppelpass" die Millionenmarke am Sonntagmittag knacken. Der Marktanteil lag diesmal übrigens bei sehr guten 8,4 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 6,3 Prozent erzielt. Der abendliche Fußball-Talk "Mittendrin" tat sich mit nur 90.000 Zuschauern und 0,4 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum hingegen richtig schwer. "Sky 90" brachte es indes auf 120.000 Zuschauer sowie 0,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe - auch hier gab es also keinen nennenswerten Aufschwung durch das "Phantom-Tor".
  • Sky
    © Sky Deutschland
    Mit der Bundesliga war Sky vor allem am Samstagnachmittag richtig erfolgreich: Weil Bayern, Dortmund und Schalke spielten, brachten es Einzelspiele und Konferenz zusammengerechnet auf 1,33 Millionen Zuschauer. In der Zielgruppe lag der Marktanteil bei hervorragenden 13,2 Prozent. Das vermeintliche "Topspiel" zwischen Hertha und Mönchenglad verbuchte dagegen mit 2,1 Prozent Marktanteil einen neuen Tiefstwert. Insgesamt waren ab 18:30 Uhr im Schnitt 540.000 Zuschauer dabei - das waren fast 800.000 weniger als sieben Tage zuvor beim Aufeinandertreffen von Leverkusen und Bayern. Auch die Sonntagsspiele zwischen Hamburg und Stuttgart sowie Augsburg und Wolfsburg brachten es auf jeweils 540.000 Zuschauer. In der Zielgruppe lagen die Marktanteile bei 3,2 und 2,5 Prozent.

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