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Sports-Update vom 3. Februar

Bayern punkten, Basketballer wollen mehr Rechte

von Alexander Krei
03.02.2014 - 11:15 Uhr

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Der FC Bayern hat Sky die beste Sonntags-Reichweite eines Bundesliga-Spiels in dieser Saison beschert. In Düsseldorf ist derweil der SpoBiS eröffnet worden. Die Basketballer hoffen auf mehr Rechte durch eine neuen Fernsehvertrag.

  • Basketball-BundesligaAm Montag hat in Düsseldorf der vom Fachmagazin "Sponsors" veranstaltete SpoBiS-Kongress begonnen. Zum Auftakt erklärten Vertreter aus Basketball und Handball ihre Bewegtbildstrategien. Dabei wurde deutlich, dass es diese Sportarten längst nicht so einfach haben wie die großen Fußball-Klubs. Thorsten Vogt, TV-Manager der Brose Baskets, setzt große Hoffnungen in einen neuen Fernsehvertrag. "Wenn ein Spiel nicht live bei Sport1 läuft, müssen die Vereine das Recht haben, das Spiel nur auf ihrer Plattform anzubieten." Der aktuelle Vertrag gibt dem Sportsender die Möglichkeit, die Spiele kostenlos auf seiner Plattform im Netz zu zeigen - das können die Vereine auch, doch Geld lässt sich damit freilich nicht verdienen, zumal sie Klubs die Produktion auch noch selbst bezahlen müssen.
  • Sport1Derzeit setzt Meister Brose Baskets bei seinen Produktionen aus Kostengründen auf ein autarkes Kamerasystem. Rund 10.000 Euro gibt der Verein dafür pro Saison aus. Künftig will man jedoch mit drei oder vier Kameras arbeiten und die Produktion verbessern - was wiederum abhängig vom neuen Vertrag ist. Bei der Handball-Bundesliga gibt man sich indes zufrieden mit der aktuellen Situation. Gerade erst wurde ein neuer Vertrag mit Sport1 geschlossen, der 60 Live-Spiele in HD garantiert. Ziel sei es, möglichst viel kostenlosen Content zu bieten, um neue Fans für die Sportart zu gewinnen, sagte Mark Schober, Mitglied der Geschäftsleitung DKB Handball-Bundesliga. Auch der neue Sendeplatz am Mittwochabend hat sich bezahlt gemacht - auch wenn dadurch nun häufig die Fußball-Champions League als Gegner winkt. Der Marktanteil habe nach dem Tiefpunkt in der Vorsaison von 0,7 auf 1,1 Prozent gesteigert werden können.

Das Medienmagazin DWDL.de wird am Montag und Dienstag vom SpoBis in Düsseldorf berichten.

  • BundesligaMit Beginn der Saison 2015/16 wird die Bundesliga in 80 Ländern auf den Sendern von 21st Century Fox zu sehen sein - ein richtungsweisender Deal, über den Hernan Lopez, CEO FOX International Channels, nun einem Interview mit dem Branchendienst "Sponsors" sprach. "Ich bin ausschließlich für das gesamte internationale Geschäft von 21st Century Fox außerhalb der USA zuständig, kann aber sagen, dass in den USA Live-Spiele auf Fox Sports 1 laufen werden. In Asien werden wir an jedem Spieltag mindestens drei Live-Spiele auf unserem Hauptsender übertragen." Grundsätzlich wolle man den Fans aber einen Zugang zu jeder einzelnen Begegnung ermöglichen. Lopez bestätigte indes eine Vereinbarung, wonach sich FOX zu einer Mindestanzahl an Spielen verpflichtete. "Und es werden auf jeden Fall nicht nur Spiele vom FC Bayern München oder Borussia Dortmund gezeigt", sagte er gegenüber "Sponsors".
  • n-tv - Der Nachrichtensender.n-tv hat seinen Fahrplan für die am Freitag startenden Olympischen Winterspiele bekanntgegeben. Demnach wird der Sender unter der Woche halbstündlich zwischen 7:15 Uhr und 11:45 Uhr über die Wettbewerbe berichten. Am Wochenende gibt's die Berichte täglich zwischen 7:10 Uhr und 11:10 Uhr stündlich. Birgit von Bentzel und Nico Holter werden sich aus dem Studio melden, während Stefan Fuckert und Marcel Klein in Sotschi vor Ort sein werden. Sonja Schwetje, Chefredakteurin n-tv: "Die Zuschauer erwarten bei uns alle Bilder von den Wettbewerben, tägliche Schalten ins deutsche Quartier sowie Interviews mit Athleten und Trainern."
  • GeldscheineDas sind doch alte Bekannte: Der Finanzinvestor KKR, der gerade erst bei ProSiebensat.1 ausgestiegen ist, versucht sich nun am Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Mit einem Investment von 60 Millionen Euro will das Unternehmen zehn Prozent der Anteile an dem Club übernehmen. Angesichts von Schulden in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro kommt die Spritze für Hertha BSC nicht ungelegen. Mit dem Geld aus dem Verkauf könne der Verein seine Kredite nun größtenteils zurückzahlen und TV-Rechte zurückkaufen, hieß es in einem Bericht von "Spiegel Online". Die Beteiligung ist demnach auf sieben Jahre angelegt.
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    Die Zukunft des Onlineportals Sportal.de ist reichlich ungewiss. Der Besitzer, die Londoner Perform Group, hat einem "Sponsors"-Bericht zufolge allen neun Redakteuren gekündigt. Dabei traf es überraschend auch den Bereich Liveberichterstattung. Gerade die zahlreichen Liveticker galten als USP des Portals, schließlich wurde diese unter anderem an "Spiegel Online", "Sport.de" und "N24.de" weiterverkauft. Überraschend kommt der Schritt vor allem deshalb, weil die Olympischen Winterspiele unmittelbar bevorstehen und Sportal.de das Ereignis eigentlich umfassend begleiten wollte.

Sport in Zahlen

  • SportschauWirklich viel Spannung bietet die Bundesliga zumindest im Meister-Rennen nicht mehr. Dennoch verzeichnete die "Sportschau" im Ersten an den ersten beiden Spieltagen der Rückrunde jeweils mehr als fünf Millionen Zuschauer. Auffällig ist allerdings, dass sich die Sendung beim jungen Publikum derzeit etwas schwerer tut als gewöhnlich. So lag der Marktanteil in dieser Woche bei den 14- bis 49-Jährigen bei 15,8 Prozent - ohne Zweifel ein überzeugender Wert. Und doch ist es der zweitschwächste der Saison. Aber auch Sky lief seiner Form mit 10,8 Prozent miit der Konferenz etwas hinterher. Allerdings spielten am Samstag aber auch weder Bayern noch Dortmund. Den 5:0-Sieg der Bayern über Frankfurt verfolgten am Sonntag indes im Schnitt 1,09 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei starken 6,6 Prozent. Das war die beste Reichweite eines Sonntags-Spiels in dieser Saison.
  • Das Erste Neues DesignWenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele gab's am Wochenende reichlich Wintersport im Ersten zu sehen. Und auch wenn mit Biathlon der ganz große Hit fehlte - gute Quoten gab's für den Sender in jedem Fall. So verzeichnete der Freestyle-Weltcup am Samstag im Schnitt zur Mittagszeit mit 1,44 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 15,8 Prozent. Auch das Skispringen brachte es im weiteren Verlauf noch auf knapp 16 Prozent. Der zweite Durchgang lockte am späten Nachmittag 2,74 Millionen Fans vor den Fernseher.

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