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Sports-Update vom 13. Oktober

ARD & ZDF verlängern DEL-Vertrag, Völler genervt

von Alexander Krei
13.10.2014 - 12:08 Uhr

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Die DEL-Zusammenfassungen werden auch weiter bei ARD und ZDF zu sehen sein. Rudi Völler ärgert sich unterdessen über die EM-Qualispiele, die hierzulande fast nicht zu sehen sind. Außerdem: Maue Quoten für Volleyballerinnen bei Sport1.

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ARD und ZDF werden weiterhin über die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) berichten. Die Sportsman Media Group hat sich mit der Sportrechteagentur SportA auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit um zwei Jahre bis 2016 geeinigt. Die Vereinbarung umfasst unter anderem berichtet in der "Sportschau", der "Sportreportage" sowie im "Morgenmagazin" und "Mittagsmagazin". In den Dritten sollen darüber hinaus weiterhin Highlight-Formate zu sehen sein. "Wir freuen uns sehr über die Verlängerung der Zusammenarbeit mit ARD, ZDF und Dritten. Die nun schon langjährige Zusammenarbeit mit unseren TV-Partnern ist ein Beleg für die Faszination dieser Sportart", so DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Wer die Spiele live sehen möchte, kann dies weiterhin bei Servus TV und LaOla1.tv tun.

Logo: UEFA
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Zumindest in Deutschland scheint das Konzept der gerade erst von der UEFA eingeführten "Week of Football" noch nicht so recht aufzugehen. Zwar berichtet RTL live über die Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, doch all jene Partien, die an anderen Tagen ausgetragen werden, gibt es hierzulande nicht zu sehen weil weder der Kölner Sender noch ARD, ZDF oder Sky das Angebot der Agentur CAA Eleven annehmen wollten. Aus Sicht von Rudi Völler, Sportdirektor bei Bayer Leverkusen, ist das ärgerlich. Er könne es als Sky-Abonnent nicht verstehen, dass die sogenannten "European Qualifiers" nicht bei Sky zu sehen sind, sagte er beim Sponsors Clubmanager Summit in Leverkusen. Stattdessen müsse er sich die Spiele von Donnerstag bis Dienstag nun bei Sky Italia ansehen, die das komplette Übertragungspaket mit sämtlichen Live-Spielen erworben haben.

Youtube
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Der Internationale Ski-Verband (FIS) geht ungewöhnliche Wege und hat mit YouTube eine Kooperation geschlossen. Dort werden im Januar nämlich die in Österreich stattfindenden Weltmeisterschaften im Freestyle und Snowboard erstmals kostenlos ausgestrahlt. Zu sehen sein werden die Wettbewerbe auf den entsprechenden YouTube-Channels - mit Ausnahme des Gastgeberlandes Österreichs und all jenen Ländern, in denen die exklusiven Medienrechte bereits vergeben wurden. Von der Übertragung bei YouTube erhofft sich die FIS zugleich eine jüngere Zielgruppe.

Eurosport
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Eurosport hat sich - mit Ausnahme von Großbritannien - die paneuropäischen TV-Rechte der Indian Super League im Fußball gesichert und wird 16 Spiele live bei Eurosport 2 übertragen. Die Saison hat am Wochenende begonnen und dauert noch bis zum 20. Dezember. Interessant ist die indische Fußball-Liga vor allem deshalb, weil international bekannte Ex-Profispieler wie David Trezeguet, David James, Nicolas Anelka oder Freddie Ljungberg dort am Start. Ins Leben wurde die Indian Super League gerufen, um dem Fußball in Indien ein Profil zu verleihen und zum Durchbruch zu verhelfen. Vermarktet wird die Liga, die acht Teams mit jeweils 22 Spielern umfasst, gemeinsam von IMG Reliance und Star India.

Sport in Zahlen

Sport1
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Auch ohne deutsche Beteiligung musste Sport1 am Sonntagabend das Finale der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen ausstrahlen - und das, obwohl man vermutlich lieber etwas anderes gezeigt hätte. So jedenfalls erwies sich die Live-Übertragung zwischen USA und China zur besten Sendezeit mit nur 100.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 0,3 Prozent nicht gerade als Erfolg. Dass man dafür auf das zeitgleich stattfindende Finale des Darts World Grand Prix verzichtete, wird so manchen Fans angesichts der an den Tagen zuvor stattgefundenen Live-Übertragungen geärgert haben. Immerhin 210.000 Zuschauer wollten ab 22:39 Uhr schließlich die Zusammenfassung des Endspiels sehen. Der Marktanteil kletterte in der Zielgruppe auf beachtliche 1,2 Prozent. Am Vorabend hatte es das BBL-Spiel zwischen Berlin und Ulm auf 0,7 Prozent bei insgesamt 80.000 Zuschauern gebracht.

RTL
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Das erste Formel-1-Rennen in Russland hat nicht für steigende Zuschauerzahlen gesorgt - was angesichts eines Starts um kurz nach 13 Uhr deutscher Zeit auch eher überraschend gekommen wäre. So aber waren bei RTL im Schnitt 4,14 Millionen Zuschauer dabei, die einem Marktanteil von 29,3 Prozent entsprachen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es mit 25,1 Prozent etwas schwächer, aber ähnlich wie bei den vergangenen Nachmittags-Rennen. Hinzukommen noch einmal 370.000 Zuschauer, die die Übertragung aus Sotschi lieber bei Sky sehen wollten. Hier lag der Marktanteil beim jungen Publikum bei überzeugenden 3,5 Prozent. Erneut kaum Interesse bestand hingegen an der Handball Champions League: Das Spiel zwischen Vardar und den Rhein-Neckar-Löwen wollten ab 19:30 Uhr jedenfalls nur 10.000 Zuschauer bei Sky sehen. Der gerundete Marktanteil lag bei reichlich bitteren 0,0 Prozent.

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