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Bundestagswahl 2009
© DWDL/Photocase, peter078
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Medienpromis rufen zum Wahl-Boykott auf


(20.07.2009) Gewagter Versuch: Bei YouTube kurisiert derzeit ein Videoclip, in dem zahlreiche deutsche Medienpromis zum Wahl-Boykott aufrufen. Gewagt ist daran allerdings eher die Tatsache, dass es die Kopie einer viralen US-Werbekampagne ist, die dort 2008 zur Präsidentschaftswahl lief.

Jan Hofer
© YouTube.com
"Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer, Regisseur Detlev Buck, Schauspieler wie Claude-Oliver Rudolph und Manuel Cortez und TV-Stars wie Ralf Zacherl, Mike Krüger, Sarah Kuttner sind nur einige der Prominenten, die in einem bei YouTube veröffentlichten Video dazu aufrufen, nicht zur Wahl zu gehen. Der zunächst etwas verstörende Werbespot ist jedoch schnell erklärt: Es handelt sich um eine deutsche Kopie einer amerikanischen Werbekampagne.

Seit der Präsidentschaftswahl 2004 organisiert die Non-Profit-Organisation Declare Yourself Werbekampagnen die insbesondere junge Wähler zum Gang an die Wahlurne bewegen sollen. Im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf gipfelte die Aktion in einem viralen Webvideo in dem zahlreiche Hollywoodstars, allerdings nur indirekt, zum Nicht-Wählen aufforderten. Abfällig hieß es da "Wen interessiert der Krieg gegen Drogen?" oder "Wen interessiert schon die Erziehung Deiner Kinder?".
 
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"Don't vote": Das amerikanische Original
 
Am Ende des Spots ist klar: Die Anti-Werbung ist eine der cleversten und eindringlichsten Wahl-Aufrufe, die der US-Wahlkampf gesehen hat. Der Erfolg hat jetzt offenbar Nachahmer auf den Plan gerufen. Der deutsche "Nicht wählen"-Spot ist dabei allerdings deutlich platter geraten und schafft in dem bislang veröffentlichten Video auch nicht den Dreh hin zu einem erkennbaren Wahlaufruf, der den Spot auflöst. Die Parallelen sind trotzdem nicht zu verkennen.

Hinter dem deutschen "Nicht wählen"-Spot scheint offenbar die Website Politik-Digital.de zu stehen, wie die Kollegen von "Meedia" herausgefunden haben. Eine Anfrage zum Sinn des Videos an "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer wurde von diesem an Stefan Gehrke, Geschäftsführer von Politik-Digital.de weitergeleitet.



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