Bild: Gruner + JahrMuss sich Europas größter Zeitschriftenverlag bald Geld von seinen Mitarbeitern leihen? Das "Handelsblatt" berichtet am Donnerstag über einen entsprechenden Vorschlag von Konzernbertriebsratschef Bernd Köhler. "Die Arbeitnehmervertreter könnten sich einen Beitrag in der Weise vorstellen, dass Mittel, die von ihnen zu Verfügung gestellt, in die Zukunft des Konzerns investiert werden", zitiert das "Handelsblatt" aus einem internen Papier.

Allerdings müsse das Darlehen zeitlich befristet sein und dürfe die einzelnen Mitarbeiter nicht zu stark belasten, heißt es weiter. Der Vorschlag Köhlers ist vor dem Hintergrund der aktuell zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretern laufenden Diskussion über finanzielle Zugeständnisse der Arbeitnehmer zu sehen, die Gruner + Jahr bei der Bewältigung derzeitigen Krise helfen sollen. Ziel des Betriebsrats ist es dabei, einen Stellenabbau möglichst weitgehend zu verhindern.

Bereits zu Beginn der Woche hatte "Horizont.net" gemeldet, dass man bei Gruner + Jahr in diesem Jahr auch einen Verlust nicht ausschließen könne. Derzeit werde daher auch die Möglichkeit der Einführung von Kurzarbeit geprüft. Bei Gruner + Jahr hieß es dazu, es gebe zwar keien konkreten Pläne, das Thema werde aber prinzipiell und ergebnisoffen geprüft.