In den vergangenen Monaten Horst Schlämmer zu entkommen, war fast unmöglich: Hape Kerkeling war in seiner Rolle als angeblicher Kanzlerkandidat der Horst Schlämmer Partei allgegenwärtig und schaffte sogar das Kunststück, eine Nominierung für den "Deutschen Fernsehpreis" einzuheimsen, ohne überhaupt eine Sendung zu haben. Inzwischen ist er seiner populärsten Figur aber überdrüssig.
Denn seine zahlreichen Auftritte sieht er inzwischen durchaus selbstkritisch. "Der Film war eine Art Crescendo, kurz vorm Overkill", so Kerkeling, "Vielleicht habe ich auch übertrieben." In jedem Fall wolle er in nächster Zeit nicht mehr als Horst Schlämmer auftreten - und ob er danach noch einmal zurückkehre, sei ebenfalls nicht sicher. "Vielleicht kommt er gar nicht mehr zurück. Vielleicht lasse ich ihn wirklich jetzt sterben", so Kerkeling gegenüber dem "Spiegel".
Ohnehin will Kerkeling nicht mehr unendlich lange vor der Kamera stehen. Wie schon in früheren Interviews bekräftigte er gegenüber dem "Spiegel" erneut, in fünf bis sechs Jahren aus dem Fernsehen verschwinden zu wollen. "Mit 50 ist Schluss. Ohne jede Wehmut. Ich will mir nicht dabei zusehen, wie ich vor der Kamera altere." Danach wolle nur noch schreiben. Derzeit arbeite er an seinem neuen Buch, das er bis Ende 2010 fertigstellen will.
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