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BAUSCH MEDIAPREIS

SWR verleiht Medienpreis an Stefan Niggemeier


(13.10.2009) Der Medienjournalist Stefan Niggemeier wird in diesem Jahr mit dem vom SWR ausgelobten Hans Bausch Mediapreis ausgezeichnet, unter anderem weil er "wesentlich zur Etablierung journalistischer Standards im Netz" beitrage.

Foto: Goldmann
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Stefan Niggemeier erhält den Hans Bausch Mediapreis des Südwestrundfunks. Dies teilte SWR-Intendant Peter Boudgoust mit, der gleichzeitig auch Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Hans Bausch Mediapreis ist. Der Preis wird laut Satzung für Leistungen und Verdienste vergeben, die "für die Entwicklung auf dem Feld der Medien in der Bundesrepublik Deutschland von hervorragender Bedeutung erscheinen" bzw. für "Verdienste in der Medienpublizistik, Medienforschung oder Medienpädagogik, die zur Förderung von Kenntnis und Erkenntnis der Medien und eines verantwortlichen Umgangs mit ihnen in einer breiten Öffentlichkeit beitragen." Niggemeier kann sich neben der Ehre auch über ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro freuen.

Die Jury nannte seine "hervorragend recherchierten Analysen und klugen Einwürfe zum Medienschaffen in Deutschland" als Begründung für die Auszeichnung. "Als Medienkritiker stellt er hohe Ansprüche an die Medien, über die er schreibt. Er stellt diese Ansprüche aber genauso an sich selbst und überträgt sie so auf das Medium, in dem er schreibt. Damit überführt er die journalistischen Tugenden der 'alten' Medien in das neue Medium Internet und trägt wesentlich zur Etablierung journalistischer Standards im Netz bei."



Weiter heißt es in der Begründung der Jury: "Er richtet sich nach den Tugenden, die für jeden Journalisten gelten - egal ob er für Zeitung, Radio, Fernsehen oder das Internet arbeitet: Er prüft die Fakten, auch dort, wo sie von anderen vielleicht ungeprüft übernommen wurden. Er recherchiert gründlich und wahrt Distanz. Er lässt im Sinne des Grundsatzes 'audiatur et altera pars' auch die Gegenseite zu Wort kommen. Und er bildet sein Kritikerurteil nicht nach dem eigenen Geschmack, sondern sieht sich - ganz im Sinne der öffentlichen Aufgabe von Journalisten - als Dienstleister seiner Leserschaft. Dieses Urteil ist dabei oft scharfzüngig formuliert - aber stets detailliert begründet und getragen von einem hohen journalistischen Ethos." 

Der Preis wird am 18. November in Stuttgart verliehen, die Laudatio hält "Cicero"-Herausgeber Dr. Wolfram Weimer. Zu sehen sein wird ein 45-minütiger Zusammenschnitt der Verleihung, die von Gabi Bauer moderiert wird, am 22. November um 23:35 Uhr im SWR Fernsehen.




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