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Springers Bezahlschranken haben eine Hintertür


(15.12.2009) Seit dem heutigen Dienstag sollen die Nutzer der Web-Angebote von "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" zahlen. Doch die Bezahlschranken haben eine ziemliche große Hintertür.

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Nun ist es raus: Für die vollumfängliche Nutzung der Internetangebote der Springer-Blätter "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" will der Verlag künftig monatlich 4,95 Euro für die Hauptstadtzeitung und 7,95 Euro für den Titel aus der Hansestadt von seinen Lesern kassieren. Die Bezahlschranke ist ab sofort errichtet.  Die Angebote sind wie bereits angekündigt nicht vollständig kostenpflichtig.

Gezahlt werden soll von nun an für die lokalen und regionalen Inhalte und die Onlinearchive. Nachrichten und Informationen aus den Ressorts Sport, Kultur und Service gibt es weiterhin kostenlos. Die Abrechnung erfolgt über den Dienstleister Click & Buy. Ein Einzelkauf von Artikel ist derzeit nicht möglich. Bereits in der vergangenen Woche hieß es, der erste Klick solle gratis sein. Doch wer es drauf anlegt, kann auch mit wenig Aufwand das komplette Angebot gratis lesen.
 



 
Die Bezahlschranke lässt sich kinderleicht umgehen. Wie ein Springer-Sprecher gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte, ist der Zugriff auf einzelne Artikel der Angebote über Suchmaschinen wie zum Beispiel Google ohne jede Barriere möglich. Erst sobald sich der Nutzer innerhalb des Angebots bewegt oder wenn er es direkt ansteuert, greift die Schranke. Ensprechend lassen sich alle Artikel kostenfrei lesen, wenn man die Überschrift in das Suchfeld der Suchmaschine eingibt. Ebenfalls kostenlos lassen sich die Artikel der Angebote - auch am stationären Computer - über die Mobilportale unter mobil.morgenpost.de und mobil.abendblatt.de abrufen.
 
So bekommen die Portale eine Hintertür und der Status als zahlender Leser bringt keinen inhaltlichen Mehrwert, sondern macht die Lektüre lediglich komfortabler. Es dürfte die Angst davor sein, über die Suchmaschinen generierten Traffic durch das Bezahlangebot zu verlieren, die das System wenig ausgereift erscheinen lassen. Denkbar, dass Springer hier in den kommenden Tagen nachbessert, sollte sich die Möglichkeit zur kostenlosen Nutzung herumsprechen.



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