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Bild auf dem iPhone
© DWDL
KEINE NACKTE HAUT?

Apps: Springer warnt vor Zensur durch Apple


(24.02.2010) Beim Springer-Verlage beklagt man Apples Willkür bei der Freigabe von iPhone-Software mit nackter Haut. Daher hat Digital-Chefin Hopfen sich nun an den Zeitschriftenverband gewandt.

Donata Hopfen
© Springer
Bei den Verlagen regt sich leichter Widerstand gegen den Computerhersteller Apple. Bislang sah man in dem Unternehmen dank App und iPad eher einen Heilsbringer, von dem man sich  Rettung in Zeiten schwindender Auflagen erhoffte - ungeachtet dessen, wie berechtigt diese Hoffnung auch sein mögen. So regt sich Widerstand gegen die Unternehmenspolitik Apples, einzelne iPhone-Apps aus dem Sortiment zu entfernen, so sie Apple nicht behagen. Dies betrifft vor allem Apps mit sexuellen oder zumindest körperlich freizügigen Inhalten.
 
Gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigt ein Sprecher des Axel Springer Verlags, dass sich Donata Hopfen, Digital-Chefin des Unternehmens, an den Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) gewendet hat, damit dieser einen für die Branche gemeinsamen Standpunkt in App-Fragen und im Umgang mit Apple erarbeitet. Als falsch wies er jedoch zurück, dass das Computerunternehmen derzeit die aktuelle Version der "Bild"-Software für das iPhone wegen zu viel nackter Haut nicht freigeben wolle. So ist die aktuellste Version in der vergangenen Woche erschienen. Das nächste Update liege noch nicht bei Apple vor, heißt es bei Springer.
 



 
Allerdings ist man - wie in anderen Unternehmen offenbar auch - irritiert über die Freigabepolitik der US-Firma. Die neuen Richtlinien über erotische Inhalte in Apps seien "mit einer Zensur gleichzusetzen", zitiert "Spiegel Online" aus der Mail, die Hopfen an den Verband schrieb. Die Verschärfung der Richtlinien erfolge seitens Apple "willkürlich". Darin sieht Hopfen "eine Einschränkung der redaktionellen Freiheit". "Gemeinschaftlich im Sinne der Pressefreiheit" solle nun der Verband das Thema auf den Schirm nehmen, zitiert "Spiegel Online" weiter aus der Mail. Hopfen befürchtet, dass sich die Reglementierung künftig neben erotischen Inhalten auch auf redaktionelle Artikel ausweiten könnte.



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