Es klingt als hätte das medienforum.nrw eine neue Location gefunden, doch der Branchengipfel bleibt an gewohnter Ort und Stelle: Das Staatenhaus am Rheinpark in Köln ist von kommenden Montag an drei Tage lang Treffpunkt der deutschen Medienbranche. Hinter dem neuen Namen der Location stecken die alten Rheinparkhallen, in denen das medienforum.nrw auch schon in den vergangenen Jahren stattfand. Doch gleich zu Beginn am Montagmorgen gibt es dann eine tatsächliche Änderung in der sonst immer gleichen Routine solcher Branchenkongresse: Das medienforum.nrw wagt in diesem Jahr einen mutigen Schritt und schafft die sonst übliche Elefantenrunde, also die große Podiumsdiskussion, zum Auftakt ab. Es ist eine längst überfällige Entscheidung. Die meist überdimensioniert besetzten Auftaktrunden langweilen seit Jahren, weil der einzelne Diskussionsteilnehmer kaum zu Wort kommt und thematisch meist der kleinste gemeinsame Nenner unter allen Beteiligten gesucht wird. Stattdessen beginnt das medienforum.nrw in diesem Jahr mit mehreren kleineren Segmenten innerhalb der diesmal von Dieter Moor moderierten Eröffnungsveranstaltung. Nach den Grußworten von Gastgeber Dr. Gernot Gehrke und einem Vertreter der Landespolitik. An dieser Stelle vermutete DWDL.de zunächst, dass mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wohl nicht zu rechnen sei. Am Freitag erreichte uns jedoch ein Anruf aus der NRW-Staatskanzlei, die die Teilnahme Rüttgers bekräftigte. Nach seinen einführenden Worten wird es dann am Montagvormittag einzelne, monothematische Eröffnungsrunden geben.
Die sind bedauerlicherweise nicht glücklich besetzt - doch das Konzept überzeugt. Diskutiert wird zu den Themen "Wer beherrscht den Bildschirm?", "Wie bleibt Qualität im Fernsehen?" und "Wer zahlt die Inhalte im Netz?". Schwächen gibt es etwa, wenn etwa mit Microsoft-Manager Achim Berg und dem europäischen MySpace-Chef Joel Berger, nicht gerade die heißesten Player im Markt vertreten sind. Die TV-Runde ist dafür beinahe vollständig: Schäferkordt, Bartl, Schächter. Der WDR schickt allerdings nur seine stellvertretende Intendantin. Komplett wird die Runde durch TV-Produzent Nico Hofmann.
Über die Frage, wer die Inhalte im Netz bezahlt, diskutieren Telekom-Manager Christian P. Illek, BDZV-Chef Helmut Heinen und Google-Mann Jürgen Galler. Zwischen diesen drei kleineren Diskussionrunden mit jeweils eigener, fachkundiger Moderation, übernimmt Dieter Moor die undankbare Aufgabe und interviewt Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters. Ob dieses Einzelinterview jetzt abseits von Standort-Werbung erhellende Einsichten bringt, darf bezweifelt werden. Aber die Eitelket der Gastgeberstadt will gepflegt werden. Den Abschluss der Eröffnungsveranstaltung bildet übrigens eine Rede des scheidenden LfM-Chefs Dr. Norbert Schneider. Sie dürfte, wie bei ihm üblich, launig ausfallen.
Über die Frage, wer die Inhalte im Netz bezahlt, diskutieren Telekom-Manager Christian P. Illek, BDZV-Chef Helmut Heinen und Google-Mann Jürgen Galler. Zwischen diesen drei kleineren Diskussionrunden mit jeweils eigener, fachkundiger Moderation, übernimmt Dieter Moor die undankbare Aufgabe und interviewt Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters. Ob dieses Einzelinterview jetzt abseits von Standort-Werbung erhellende Einsichten bringt, darf bezweifelt werden. Aber die Eitelket der Gastgeberstadt will gepflegt werden. Den Abschluss der Eröffnungsveranstaltung bildet übrigens eine Rede des scheidenden LfM-Chefs Dr. Norbert Schneider. Sie dürfte, wie bei ihm üblich, launig ausfallen.
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