1,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte die erste Ausgabe des "ZDF Magazin Royale" nach der Sommerpause - das war die geringste lineare Reichweite in der Geschichte des Formats. Zum Vergleich: Die letzte Staffel kam selbst ohne zeitversetzte Nutzung und VOD-Abrufe, die hier einen besonders hohen Anteil ausmachen, auf im Schnitt knapp über 1,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Es waren aber vor allem die Älteren, die fehlten: Bei den 14- bis 49-Jährigen war die Reichweite zwar ebenfalls etwas geringer als sonst, der Marktanteil lag mit 15,6 Prozent aber auf gewohnt starkem Niveau.
Der Grund für die Reichweiten-Delle ist dann auch vor allem im Vorlauf zu finden: Normalerweise erreicht die "heute-show" dort eine enorme Zahl auch älterer Menschen, von denen dann einige zumindest anfänglich auch beim "ZDF Magazin Royale" dran bleiben. Die regulären Folgen starten dort allerdings erst kommende Woche wieder, am Freitag lief noch ein "heute-show Spezial".
Wie sich Fabian Köster und Lutz van der Horst mit den finanziellen Problemen der Kommunen beschäftigten, war beim jungen Publikum ebenfalls zwar sehr erfolgreich - 15,2 Prozent betrug der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Doch die Gesamt-Reichweite lag mit 2,04 Millionen weit unter dem, was eine normale Ausgabe der "heute-show" für gewöhnlich erreicht. Gleichwohl lag das "heute-show Spezial" auch hier noch bei sehr ordentlichen 12,8 Prozent Marktanteil.
In der Primetime war es unterdessen ein knappes Rennen zwischen ARD und ZDF um die Marktführung. Im Ersten legte die neue Reihe "Zwei Frauen für alle Felle" über zwei Tierärztinnen einen guten Start hin: 3,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren dabei, was 16,0 Prozent Marktanteil entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen war der Marktanteil mit 6,0 Prozent zwar überschaubar, schon bei den 14- bis 59-Jährigen reichte es aber für 10,3 Prozent.
Das ZDF war noch im Sommermodus und setzte nur auf Krimi-Wiederholungen. Um 20:15 Uhr lag man mit "Ein Fall für Zwei" mit 3,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern zunächst trotzdem knapp vorn. "Letzte Spur Berlin" kam danach dann noch auf eine Reichweite von im Schnitt 3,03 Millionen. Beim jüngeren Publikum lag das ZDF generell hinter dem ARD-Film.
Am späten Abend lief im Ersten noch die "Sportschau", die inzwischen ins Erste befördert wurde. 1,27 Millionen sahen ab 23:08 Uhr zu, was für 11,0 Prozent Marktanteil reichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei nur 5,8 Prozent, bei den 14- bis 59-Jährigen waren aber 9,5 Prozent drin. Zwei "Kroymann"-Folgen fanden linear danach dann allerdings kaum Publikum: 410.000 und 250.000 Personen sahen die beiden Folgen. Der Marktanteil lag zunächst bei 5,2 und dann 4,1 Prozent, bei den Jüngeren sah es noch deutlich schlechter aus.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;