
Nachdem man in den vergangenen Jahren meist auf alte "Chartshow"-Ausgaben am letzten Tag des Jahres setzte, hatte RTL für dieses Silvester nun zwei frische Folgen produziert. Die fast vierstündige Show in der Primetime, in der es um die erfolgreichsten Discofox-Hits ging, erreichte 1,38 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 7,8 Prozent Marktanteil. Damit sahen sogar etwas mehr Menschen zu als im vergangenen Jahr.
Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 510.000 Zuschauerinnen und Zuschauern starke 14,8 Prozent Marktanteil gemessen, damit lag Oliver Geissen auf "Schlagerbooom"-Niveau. Und auch bei den 14- bis 59-Jährigen lief es für die Silvester-Ausgabe der "Chartshow" angesichts von 12,3 Prozent richtig gut. Als RTL dann kurz vor Mitternacht zum Feuerwerk nach Berlin schaltete, ging die Reichweite auf 1,52 Millionen nach oben. Auch beim jungen Publikum stieg die Reichweite, weil zu diesem Zeitpunkt aber deutlich mehr Menschen vor den TV-Geräten saßen, fiel der Marktanteil mit 10,9 Prozent geringer aus als bei der Rankingshow davor.
"Die ultimative Chartshow - Die Party geht weiter" verzeichnete schließlich bis fast 2 Uhr noch eine durchschnittliche Reichweite in Höhe von 1,10 Millionen, in der klassischen Zielgruppe entsprach das 12,7 Prozent. Das Abendprogramm lief damit für RTL besser als die Daytime: "Die ultimative Chartshow - Die Party beginnt", die zweite neu produzierte Ausgabe der Musikshow an diesem Tag, lag zwischen 12:40 und 20:15 Uhr bei 730.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 8,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Dennoch reichte es für RTL zu einem guten Tagesmarktanteil in Höhe von 10,5 Prozent, nur das ZDF war noch erfolgreicher.
Andere Privatsender hatten am letzten Tag des Jahres mit größeren Problemen zu kämpfen. ProSieben bestritt den größten Teil des Tages mit "Harry Potter"-Wiederholungen, was vormittags und am frühen Nachmittag auch ziemlich gut lief. Im weiteren Verlauf des Tages ließ der Erfolg aber nach. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)" lag ab 18:40 Uhr nur bei 510.000 Zuschauerinnen und Zuschauer , der zweite Teil steigerte sich danach immerhin noch auf 770.000. In der klassischen Zielgruppe wurden 4,5 und 6,3 Prozent gemessen.
Kurz vor Mitternacht meldeten sich dann schließlich Joko und Klaas bei ProSieben, die ihre 15 Minuten, die sie zuletzt gewonnen hatten, an diesem ungewöhnlichen Tag und Termin einsetzten. "Silvester mit Joko und Klaas - Der Countdown" war allerdings kein Erfolg. Nur 460.000 Menschen sahen, wie ein riesiges Indoor-Feuerwerk gezündet wurde, bei dem sich Joko und Klaas im Mittelpunkt des Geschehens befanden. In der klassischen Zielgruppe wurden nur 5,7 Prozent Marktanteil gemessen. "Silvester für Eins" holte am Vorabend zunächst 7,2 Prozent, für die Wiederholung in der Nacht waren dann nochmal 5,1 Prozent drin.
Sat.1 setzte zur besten Sendezeit auf "Die besten Comedian Deutschlands" und holte damit auch 700.000 Menschen vor die TV-Geräte, davon waren aber nur 130.000 zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe fiel mit 4,0 Prozent also äußerst dürftig aus. Bei den 14- bis 59-Jährigen lief es angesichts von 5,1 Prozent etwas besser. "Genial daneben" lag später teilweise bei nur noch 1,0 Prozent (14-49). Vox zeigte zur besten Sendezeit "So klingt Deutschland - Unsere 50 beliebtesten Nummer 1-Hits" und machte damit der "Chartshow" bei RTL Konkurrenz, mit einer Reichweite in Höhe von 640.000 erzielte Vox 4,5 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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