Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Der SWR hat eine weitgehend gelungene Premiere beim ESC-Vorentscheid gefeiert (Hier geht’s zur TV-Kritik). Im Mai wird sich zeigen, wie sich Sarah Engels auf der großen Bühne in Wien schlagen wird - zumindest die Quoten des "deutschen Finals", wie der Vorentscheid in diesem Jahr hieß, waren sehr gut. 3,65 Millionen Menschen waren während der rund dreistündigen Show im Schnitt mit dabei, das waren sogar noch etwas mehr als vor einem Jahr beim Finale von "Chefsache ESC". Mit den erzielten 18,1 Prozent Marktanteil kann Das Erste nun sehr zufrieden sein. 

Noch viel besser sah es traditionell beim jungen Publikum aus: 1,09 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Samstag zwischen 14 und 49 Jahren alt, das entsprach in dieser Altersklasse ganz starken 27,4 Prozent Marktanteil. Kein anderer Sender erreichte am Samstag eine noch höhere Reichweite in dieser Altersklasse. Auch bei den 14- bis 59-Jährigen reichte es zum Tagessieg, hier wurden 24,3 Prozent gemessen. 

Trotz dieser starken Musik-Konkurrenz zur besten Sendezeit hielt sich "The Voice Kids" in Sat.1 parallel dazu bei stabilen Quoten. 1,25 Millionen Menschen sahen in Summe zu, in der klassischen Zielgruppe entsprach das 6,5 Prozent Marktanteil. Von früheren Erfolgen ist die Castingshow damit meilenweit entfernt, es reichte aber immerhin für Quoten auf Höhe des Senderschnitts. Und die Werte, die "Voice Kids" am Samstag erzielte, lagen auf dem Niveau der zurückliegenden Wochen, der ESC-Vorentscheid hat also kein großes Loch gerissen. 

Während der Vorentscheid in den jüngeren Altersklassen die Tagesmarktführerschaft ergatterte, reichte es insgesamt dafür nicht. An die Spitze der Quotencharts setzte sich der neue "Garmisch-Krimi" des ZDF. Den Krimi mit Lavinia Wilson und Phile Schmölzer in den Hauptrollen sahen 5,65 Millionen Menschen, damit wurden 24,5 Prozent Marktanteil gemessen. "Der Staatsanwalt" kam später noch auf 3,49 Millionen und 18,6 Prozent. Dafür waren beide Formate beim jungen Publikum angesichts von 6,8 und 7,2 Prozent vergleichsweise schwach unterwegs. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;