Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

An Wahlabenden hat meist die ARD die Nase vorn, bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl am vergangenen Sonntag war das aber anders. Exakt vergleichbar sind die Zahlen wegen unterschiedlicher Start- und Endzeiten zwar nicht, der Unterschied zwischen beiden Sendern ist aber schon merklich: Das Erste verfolgten zwischen 17:45 Uhr und 19:15 Uhr im Schnitt 1,88 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, was 11,3 Prozent Marktanteil entsprach. Im ZDF waren zwischen 17:36 Uhr und 19 Uhr hingegen 2,14 Millionen Personen dabei, was für 13,6 Prozent Marktanteil reichte.

Im ZDF schloss sich um 19 Uhr dann "heute" an, was die Reichweite auf 3,31 Millionen steigen ließ. Und während im Ersten dann die "Sportschau" auf dem Programm stand, ging's im ZDF mit der Wahlberichterstattung bis 20:15 Uhr inklusive "Berliner Runde" weiter. Hier sahen im Schnitt 2,14 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zu, was 13,6 Prozent Marktanteil entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte das ZDF ab 17:36 Uhr zunächst 9,2 Prozent Marktanteil, auch das war mehr als Das Erste, das 8,4 Prozent erzielte. Nach "heute" lag das ZDF noch bei 8,4 Prozent in der jungen Altersgruppe.

Die meisten dürften sich über den Wahlausgang trotzdem bei der ARD informiert haben - denn die "Tagesschau" erreichte allein im ERsten ab 20 Uhr 7,29 Millionen Zuschauerinnen un Zuschauer, ein "Tagesthemen extra" nach dem "Tatort" immerhin noch 4,17 Millionen -  im Vergleich zu 3,32 Millionen für das zur gleichen Zeit startende "heute-journal". "Caren Miosga" startete dadurch etwas später, war aber vor allem bei den Jüngeren überdurchschnittlich erfolgreich: Der Marktanteil belief sich hier auf starke 12,3 Prozent. Die Gesamt-Reichweite lag mit 2,29 Millionen hingegen sogar etwas niedriger als zuletzt, der Gesamt-Marktanteil belief sich auf 13,1 Prozent.

Die Quoten der Nachrichtensender sind aufgrund unterschiedlicher Ausweisungen schwerer vergleichbar, klar ist aber, dass Welt im Duell der privaten Anbieter mit ntv die Nase klar vorn hatte. Allzu viel zu gewinnen war aus Quotensicht mit der Rheinland-Pfalz-Wahl aber trotzdem nicht. Zwischen 17:50 Uhr und 19 Uhr sahen bei Welt im Schnitt 150.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu, was 0,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach, 1,5 Prozent waren es bei den 14- bis 49-Jährigen. Auch nach 19 Uhr hielt sich der Marktanteil beim jungen Publikum auf diesem Niveau.

ntv weist nur eine Durchschnittsreichweite zwischen 17:30 Uhr und 20 Uhr aus, die mit 0,11 Millionen aber deutlich niedriger ausfiel. Auch die Marktanteile waren mit 0,6 Prozent insgesamt und 0,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen recht überschaubar. Bei Phoenix wiederum erfolgt die Ausweisung in sehr feingliedrigen Stückelung von teils wenigen Sekunden länge - deren Daten uns dadurch aber auch nicht im Einzelnen für alle Sendungsteile vorliegen. Um Punkt 18 Uhr waren 0,13 Millionen Zuschauerinnen dabei, was 0,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 1,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen entsprach. In der darauffolgenden Stunde waren die Werte tendenziell etwas darunter.

 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;