
Die TV-Quoten vom Dienstag sind mit Vorsicht zu genießen. Zwar geben die Zahlen und Rankings das Kräfteverhältnis im linearen Fernsehen wieder, dazu kommt aber noch, dass die Champions-League-Übertragung bei Prime Video wohl ebenfalls sehr stark war. Weil dazu aber keine Zahlen vorliegen, spiegelt sich das nicht in den Quotenlisten wieder. Im Halbfinale hat sich Paris St. Germain mit 5:4 gegen Bayern München durchgesetzt - das verspricht auch für das Rückspiel ein sehr hohes Interesse.
Im klassischen TV waren nach 20:15 Uhr derweil die ARD-Serien am erfolgreichsten. Vor allem "Die Notärztin" befindet sich nun aber schon seit einiger Zeit in einem Abwärtstrend. 2,70 Millionen Menschen sahen am Dienstag zu, weniger waren es in den Overnight-Quoten bislang noch nie, schon in den vergangenen zwei Wochen rutschte die Serie unter die 3-Millionen-Marke, die man zuvor immer überspringen konnte. Und auch wenn man die Werte der endgültig gewichteten Quoten betrachtet, ging es für die Serie zuletzt kontinuierlich bergab.
Zuschauer-Trend: Die Notärztin
dwdl.de/zahlenzentrale
14-49 Jahre
Am Dienstag reichte es für die "Notärztin" noch zu soliden 12,9 Prozent Marktanteil. Hinzu kommt, dass es bei den 14- bis 49-Jährigen angesichts von 9,9 Prozent richtig gut lief. Die 360.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in diesem Alter sind im Vergleich zu den vergangenen Wochen wieder ein deutliches Plus.
"In aller Freundschaft" schaffte es im Anschluss, trotz CL-Konkurrenz bei Prime Video, die Reichweite auf 3,13 Millionen zu steigern. Gleichzeitig war das die niedrigste Reichweite seit mehreren Wochen, der Marktanteil lag dennoch bei 15,8 Prozent. Aber nochmal zur Erinnerung: Die CL-Übertragung von Prime Video zählt hier nicht mit. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte "In aller Freundschaft" ebenfalls gute 9,1 Prozent. Bei den 14- bis 59-Jährigen waren 9,9 Prozent drin, "Die Notärztin" holte zuvor sogar noch 10,5 Prozent.
Wie so häufig am Dienstagabend lief es für das ZDF schlechter. "Die geheime Welt des Adels - mit Jochen Breyer" erreichte nur 2,21 Millionen Menschen, damit waren 10,6 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum drin. "Frontal" lag später nur noch bei 1,37 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 6,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen taten sich beide Formate ziemlich schwer und landeten bei lediglich 6,2 und 5,4 Prozent.
Doch nochmal kurz zurück zur Champions League und Bayern München. Wie viele Menschen die Live-Übertragung bei Prime Video gesehen haben, ist zwar unklar. Bei Sport1 ist ab 20:15 Uhr jedoch der "Fantalk" zu sehen gewesen. Der lief auch ziemlich solide, ein ganz großes Quoten-Feuerwerk konnte der Sender jedoch nicht abfeuern. 180.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für 1,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. In der klassischen Zielgruppe waren 0,7 Prozent drin. Das ist mehr als das, was Sport1 sonst erreicht.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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