
Trotz der aus deutscher Sicht enttäuschenden Platzierung von Sarah Engels erwies sich der Eurovision Song Contest auch in diesem Jahr hierzulande wieder als riesiger Quoten-Erfolg für die ARD. Das Spitzen-Niveau des Vorjahres, als es gelungen war, mit mehr als neun Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern die beste Reichweite seit 2016 einzufahren, konnte nahezu gehalten werden.
So erreichte alleine die Übertragung im Ersten im Schnitt 8,18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die einem hervorragenden Marktanteil von 42,8 Prozent entsprach. Dazu kommen weitere 760.000 Personen, die sich für die Parallel-Übertragung beim Spartensender One entschieden, der im Übrigen beim jungen Publikum auch stärker war als der stärkste ESC-Verfolger. Satte 6,7 Prozent Marktanteil erzielte One bei den 14- bis 49-Jährigen - zusätzlich zu den fulminanten 57,8 Prozent, für die 3,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dieser Altersklasse im Ersten sorgten. Zusammengerechnet lag der Marktanteil hier also sogar bei 64,5 Prozent. Das war nahezu exakt so viel wie 2025. Nicht eingerechnet sind die Abrufzahlen in der ARD-Mediathek.
Groß war das Interesse allerdings nicht erst ab 21:00 Uhr, sondern auch schon im Vorfeld. So erreichte die Countdown-Show nach der "Tagesschau" im Schnitt bereits 5,11 Millionen Menschen im Ersten, darunter 1,72 Millionen 14- bis 49-Jährige, die für stolze 42,3 Prozent Marktanteil sorgten. Das kurz vor dem ESC eingeschobene "Wort zum Sonntag" sahen sogar bereits 6,06 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. 26,1 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum und sogar 46,8 Prozent waren es bei den Unter-50-Jährigen - Werte, die für das Religions-Format unter normalen Umständen freilich undenkbar sind.
Im Anschluss an den ESC sorgte dann auch noch die "Aftershow" mit Barbara Schöneberger für hohe Quoten bis tief in die Nacht hinein: 2,89 Millionen Menschen blieben auch nach 1 Uhr im Schnitt noch vor dem Fernseher. Zusammen mit One kratzte die Sendung bei den 14- bis 49-Jährigen knapp an der 50-Prozent-Marke - letztlich wurden, zumindest vorläufig gewichtet, herausragende 49,9 Prozent ermittelt.
Auch mit Blick auf die Tagesmarktanteile ergab sich dadurch ein eindeutiges Bild: Mit fulminanten 34,9 Prozent Marktanteil lag Das Erste am Samstag bei den 14- bis 49-Jährigen meilenweit vor der Konkurrenz. Zum Vergleich: RTL schaffte als größter Verfolger lediglich 5,1 Prozent. Ebenfalls bemerkenswert: One lag mit starken 3,6 Prozent auf Augenhöhe mit ProSieben - und landete noch vor Sat.1, Vox, RTLzwei und Kabel Eins.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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