
Bei dieser Weltmeisterschaft laufen so viele Spiele wie noch nie nicht im Free-TV, sondern exklusiv bei MagentaTV. Am Dienstagabend betraf dies nun zum ersten Mal in diesem Turnier auch ein Spiel zur Primetime: Den WM-Auftakt der Franzosen gegen Senegal um 21 Uhr. Wie viele die Partie bei MagentaTV verfolgt haben, bleibt mangels Teilnahme an einer unabhängigen Messung im Unklaren - klar ist aber, wie viele sich stattdessen fürs WM-Alternativprogramm der Free-TV-Sender entschieden hat.
Insgesamt am gefragtesten war dabei Das Erste. Die meistgesehene Sendung des Tages abseits der "Tagesschau" war laut AGF-Messung "In aller Freundschaft". Dass bei WM gleichzeitig bei MagentaTV lief, machte sich hier nicht negativ bemerkbar: Im Schnitt 3,06 Millionen Zuschauerinnen und Zuschaue rwar sogar die höchste Reichweite seit fünf Wochen, der Marktanteil war mit 14,6 Prozent auch weitgehend auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Das zeigt, dass auch die lineare TV-Nutzung abseits von MagentaTV insgesamt in etwa auf dem gleichen Niveau wie in den vergangenen Wochen lag. Zuvor kam eine Wiederholung von "Die Kanzlei" auf eine Gesamt-Reichweite von im Schnitt 2,86 Millionen Bei den 14- bis 49-Jährigen lagen die beiden Serien bei soliden 7,5 Prozent Marktanteil.
Abgeräumt hat bei den Jüngeren stattdessen das ZDF, wo "Besseresser" Sebastian Lege die "Tricks der Lebensmittelindustrie weltweit" enthüllte. Obwohl es sich nur um eine Wiederholung handelte, bescherte die Sendung dem ZDF stolze 14,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 12,8 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Das unterstreicht, wie sehr die Mainzer der bevorstehende Abgang Leges schmerzen dürfte. 2,19 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die 90-minütige Sendung insgesamt im Schnitt. Beim "heute-journal" zog die Reichweite im Anschluss dann noch auf 2,95 Millionen an.
Unter den Privaten gelang RTL mit der Wiederholung eines "Dünentod"-Krimis eine hohe Gesamt-Reichweite von im Schnitt zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Darunter waren allerdings kaum Jüngere, bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil nur bei mickrigen 3,1 Prozent, in der erweiterten Zielgruppe 14-59 waren es maue 6,0 Prozent, beim Gesamtpublikum hingegen 10,0 Prozent. Zufrieden sein kann man bei Kabel Eins, wo der Film "Der Tag, an dem die Erde stillstand" gute Marktanteile von 4,5 Prozent in der klassischen und 4,6 Prozent in der erweiterten Zielgruppe einfahren konnte.
ProSieben wiederholte abendfüllend eine alte Folge der Show "Schlag den Star" und kam damit auf 5,2 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe, Sat.1 bewegte sich mit den "Navy CIS"-Serien bis Mitternacht zwischen 3,5 und 4,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 3,5 und 5,8 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. RTLzwei setzte auf "Hartz und Herzlich"-Wiederholungen und kam damit zum Start in den Abend um 20:15 Uhr noch auf immerhin 3,4 Prozent (14-49) bzw. 3,6 Prozent (14-59) Marktanteil, ab 21:15 Uhr ging's dann aber auf 1,9 Prozent (14-49) und 2,5 Prozent (14-59) runter. Vox kam mit alten Folgen von "Hot oder Schrott" nicht über Marktanteile von 4,4 Prozent (14-49) und 3,9 Prozent (14-59) hinaus, eine weitere Folge am späteren Abend steigerte sich dann aber noch auf immerhin 5,7 Prozent Marktanteil.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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