
Es war eines der besseren Partien dieser WM: Frankreich hat sich am Freitagabend zwar klar gegen Norwegen durchgesetzt, so deutlich waren die Kräfteverhältnisse aber vor allem in Halbzeit eins nicht immer. Am Ende schlug sich die rasante Spielweise auch in den TV-Quoten nieder: 7,39 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Übertragung ab 21 Uhr alleine im ZDF. Nur das WM-Auftaktspiel erzielte zu dieser Spielzeit eine noch höhere Reichweite. Hinzu kommen natürlich noch alle Fans, die das Match bei MagentaTV gesehen haben.
Mit einem Gesamtmarktanteil in Höhe von 38,6 Prozent kann man in Mainz jedenfalls sehr zufrieden sein. Noch deutlich besser lief es beim jungen Publikum: In der Altersklasse 14-49 wurden sensationelle 52,2 Prozent gemessen, bei den 14- bis 59-Jährigen waren es ebenfalls sehr starke 43,8 Prozent. Bereits die Vorberichterstattung sahen 2,66 Millionen Menschen, das ZDF holte damit bei den 14- bis 49-Jährigen sehr gute 23,7 Prozent.
Mit Wiederholungen von "heute-show extra", "ZDF Magazin Royale" und "Aspekte" ist das ZDF bis in die Nacht hinein vor allem beim jungen Publikum erfolgreich gewesen. Die anderen Sender hatten das Nachsehen, vor allem die Privaten - und hier im Speziellen ProSieben. Der Sender setzt im Sommer auf einen Mix aus alten Filmen, Shows und Clipshows - und holte damit zuletzt meist schlechte Werte. So war es auch am Freitag, nur nochmal extremer. "Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem" erzielte eine Gesamtreichweite in Höhe von 110.000, der Zielgruppen-Marktanteil betrug 1,4 Prozent.
ProSieben ist damit nicht nur das schwächste aller acht Vollprogramme gewesen, es hatte in der Primetime auch weniger Publikum als unter anderem RTL Super, Sixx, Disney Channel, Nitro, Sat.1 Gold, DMAX, RTLup und One. Aber auch andere Sender hatten Probleme: Vox blieb mit einer alten Ausgabe von "Goodbye Deutschland" bei 1,6 Prozent Marktanteil hängen. "Der letzte Tempelritter" holte bei RTLzwei 2,2 Prozent und "Navy CIS"-Wiederholungen bei Kabel Eins kamen zwar auf insgesamt rund 400.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, teilweise fielen die Marktanteile beim jungen Publikum aber unter die 1-Prozent-Marke.
Sat.1 versammelte mit einer alten Ausgabe von "99 - Wer schlägt sie alle?" 580.000 Menschen vor die TV-Geräte, in der klassischen Zielgruppe erreichte man so 3,1 Prozent. RTL kam mit der "Ultimativen Chartshow" immerhin auf 760.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 4,3 Prozent. Sehr beachtlich: Das "Nachtjournal" lag ab Mitternacht bei ziemlich guten 11,3 Prozent.
Am besten lief es gegen die WM-Übermacht für Das Erste, das auf ein mittlerweile bewährtes Rezept setzte: Krimis. Mit "Nord bei Nordost" unterhielt man zunächst 3,18 Millionen Menschen, das entsprach sehr ansehnlichen 16,8 Prozent beim Gesamtpublikum. Und ein alter "Tatort" erreichte schließlich in direkter WM-Konkurrenz 1,95 Millionen sowie 10,8 Prozent. Auch die "Tagesthemen" lagen später noch bei einem zweistelligen Marktanteil, ehe das Serienfinale von "Prisoner" deutlich abfiel.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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