Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Im Ersten sind am Mittwochabend gleich zwei Sechzehntelfinale der aktuell laufenden Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen gewesen. England setzte sich dabei knapp und auch erst ganz am Schluss gegen den Kongo durch und Belgien schaffte erst in der Verlängerung den Sieg gegen Senegal. Beides waren Spiele mit einem spannenden Verlauf, doch nach dem frühen WM-Aus der deutschen Mannschaft ist vielen Fans hierzulande die Lust auf das Turnier ganz offenbar vergangen. 

Schon am Dienstag erreichte die Partie zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste nur etwas mehr als fünf Millionen Fans. Das am Mittwoch um 18 Uhr angepfiffene Match zwischen England und Kongo kam auf 5,21 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Belgien gegen Senegal verzeichnete später sogar nur noch 4,40 Millionen. Insgesamt lagen beide Übertragungen bei mehr als 30 Prozent Marktanteil und beim jungen Publikum waren sogar über 40 Prozent drin, das geringere Interesse im Vergleich zur Vorrunde ist aber nicht zu übersehen. Normalerweise sollte die K.O.-Phase für höhere Reichweiten sorgen, weil es um mehr geht. Nicht ausgeschlossen, dass das im Verlauf des Turniers noch passiert - für den Moment ist es nicht so. 

Reichweitenstärkste Sendung des Tages war dann auch die "Tagesschau", die es auf eine Reichweite in Höhe von 7,58 Millionen brachte. Die Nachrichtensendung profitierte dabei einerseits von den Fußball-Fans, die gerade den England-Sieg gesehen hatten und dran blieben - und den Menschen, die bewusst zur "Tagesschau" einschalteten. Um 20:15 Uhr sendete Das Erste schließlich eine Folge der WM-Doku "WM 1994 - Elf Helden, ein Albtraum" und erreichte damit 2,60 Millionen Menschen. Insgesamt waren damit 13,4 Prozent Marktanteil drin, beim jungen Publikum waren es bessere 18,7 Prozent. 

Am besten genutzt hat die WM-Pause zur besten Sendezeit das ZDF, das mit "Marie Brand und die Ehrenfrauen" abräumte. 4,39 Millionen Menschen schalteten ein und sorgten so insgesamt für extrem starke 22,6 Prozent Marktanteil. Und auch "Marie Brand und die falsche Wahrheit" hielt sich später in direkter WM-Konkurrenz noch bei 2,28 Millionen sowie 14,6 Prozent - das ist eine sehr starke Leistung. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;