Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Bis zur Primetime ließ sich die GfK Zeit, ehe sie nach technischen Problemen am Morgen am Samstagabend die Quotendaten für den Freitag nachlieferte. Das verhinderte frühen Jubel bei der ARD, die mit ihren Sport-Übertragungen den Freitag klar dominierte. Das ZDF hielt sich wacker, die Privaten konnten dagegen überwiegend wenig ausrichten. Im Folgenden ein Überblick in aller Kürze.

Am Abend verfolgten ab 20:28 Uhr im Schnitt 4,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Leichtathletik-EM mit dem Gold für Owen Ansah, was 26,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und sogar 34,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen entsprach. Die Schwimm-EM danach zählte im Schnitt sogar 4,48 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die Marktanteil bewegten sich mit 25,7 Prozent insgesamt und 37,2 Prozent ebenfalls auf herausragendem Niveau. Schon zur Mittagszeit hatte die Leichtathletik-EM dem Ersten Marktanteile von über 25 Prozent bei Jung und Alt beschert.

Das ZDF konnte mit seinen Krimi-Wiederholungen trotzdem gute Quoten einfahren: 3,47 Millionen Krimi-Fans entschieden sich für "Die Chefin" (20,6 Prozent Marktanteil), 2,6 Millionen sahen danach noch bei der "SOKO Leipzig" zu (14,8 Prozent Marktanteil). Bei den Jüngeren blieben die Krimis mit rund vier Prozent Marktanteil allerdings eher bedeutungslos. Dafür punktete das ZDF am späteren Abend mit Comedy: Das "heute-show Spezial" holte ab 22:29 Uhr mit 15,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen einen deutlich besseren Marktanteil als zuletzt das "heute-show Quiz", insgesamt sahen 1,57 Millionen zu. Danach feierte der "ZDF Comedy Sommer" diesmal mit Till Reiners seinen Einstand vor 0,96 Millionen Personen. Während der Marktanteil beim Gesamtpublikum nicht über 8,7 Prozent hinaus kam, sah es bei den 14- bis 49-Jährigen mit 13,0 Prozent gut aus. Selbst "Aspekte" schaffte danach noch starke 10 Prozent Marktanteil in der Altersgruppe 14-49.

Die Privaten blieben am Freitagabend blass. RTL schob zunächst noch ein "RTL aktuell Spezial" zu den Waldbränden ein, das 1,01 Millionen Menschen verfolgten. 8,5 Prozent betrug der Marktanteil in der klassischen, 9,0 Prozent in der erweiterten Zielgruppe. Danach kam "So klingt Deutschland - Unsere beliebtesten Rock- und Pop-Bands" nicht über 7,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus, bei den 14- bis 59-Jährigen lief es mit 9,1 Prozent recht solide. Sat.1 versuchte es mit einem Bühnenprogramm von Kaya Yanar, der "Fluch der Familie" blieb aber bei mageren 4,2 Prozent (14-49) bzw. 5,2 Prozent (14-59) hängen. ProSieben erreichte mit "Matrix Resurrections" 5,8 Prozent in der klassischen und erweiterten Zielgruppe. Die Gesamt-Reichweite blieb mit 0,43 Millionen sehr mager.

RTLzwei pendelte mit seinen Filmen um die 3-Prozent-Marke in der Zielgruppe, Kabel Eins lag mit "Navy CIS: Origins" und "Navy CIS" noch darunter. Auch Vox kam mit einer Wiederholung von "First Dates Hotel" nicht über 3,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 2,4 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen hinaus, steigerte sich am späteren Abend mit "21 Jump Street" aber zumindest beim jungen Publikum auf 7,8 Prozent Marktanteil.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;