Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Bei Vox hat sich am Montagabend "Die Höhle der Löwen" zurückgemeldet, in der neuen Staffel sind auch zwei neue Investoren mit dabei (DWDL.de berichtete). Zum Staffelstart haben die Löwen jedoch deutlich weniger laut gebrüllt als noch in der Vergangenheit: 890.000 Menschen sahen zu und bescherten dem Format damit die niedrigste jemals gemessene Reichweite. Normalerweise liegt die Gründershow bei mehr als 1 Million Zuschauerinnen und Zuschauern, unter dieser Marke lag das Format bislang nur ganz selten - zuletzt im Dezember 2025, damals jedoch mit einem Weihnachtsspecial. 

In der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam "Die Höhle der Löwen" zwar auf gute 10,7 Prozent Marktanteil, allerdings fiel die Reichweite auch hier mit 320.000 überschaubar aus. Nur einmal in der langen Vergangenheit der Show erreichten die "Löwen" eine noch niedrigere Reichweite in der klassischen Zielgruppe - das war beim Weihnachtsspecial 2024. Zur Wahrheit gehört aber natürlich auch, dass die lineare Nutzung nur noch einen Teil der Gesamtnutzung ausmacht. Während der Frühjahrsstaffel stieg die Reichweite durch die endgültige Gewichtung der Quoten um durchschnittlich mehr als 100.000. Gut möglich also, dass der Staffelstart es so doch noch auf über 1 Million bringt. Hinzu kommen die Fans der Show, die bei RTL+ schauen. 

Ganz andere Probleme hat derweil die "Villa der Versuchung" in Sat.1, die ja schon seit dem Start ein Format ist, das besonders deutlich von der endgültigen Gewichtung der Quoten profitiert. Im Gegenzug läuft es am Tag der Ausstrahlung häufig nur mäßig, so war es auch jetzt wieder. 710.000 Menschen sahen zu, in der klassischen Zielgruppe schrammte die Reality mit 4,5 Prozent jedoch an einem neuen Tiefstwert vorbei. Mit 140.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren verpasste Sat.1 sogar den Sprung in die Top 25 der meistgesehenen Sendungen des Tages. 

Besser lief es für ProSieben, vor allem zwei neue Folgen von "Georgie & Mandy" überzeugten zur besten Sendezeit mit 9,1 und 9,8 Prozent beim jungen Publikum. Die Gesamtreichweite lag jedoch knapp unter einer halben Million. Eine neue Folge "Ted" kam dann sogar nur auf 310.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, bei den 14- bis 49-Jährigen sank der Marktanteil auf 5,9 Prozent. Und auch eine Wiederholung im Anschluss holte nur 5,6 Prozent. Zwei Folgen von "St. Denis Medical" lagen später bei 5,2 und 6,1 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;