Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

1,30 Millionen Menschen haben sich am Mittwochabend die Übertragung des Deutschen Fernsehpreises bei RTL angesehen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Gala im ZDF zu sehen war, gingen fast eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer verloren. Als RTL die Preisverleihung zum letzten Mal im Jahr 2021 übertragen hatte, lag die Reichweite bei 1,35 Millionen - im Vergleich dazu fiel das Minus jetzt also überschaubar aus. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug an diesem Mittwoch 7,6 Prozent. 

220.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, damit waren für RTL nur maue 7,6 Prozent Marktanteil drin. In der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen wurden 6,2 Prozent gemessen. Auch hier fallen die Vergleiche nur wenig schmeichelhaft aus: Das ZDF erreichte im vergangenen Jahr noch den höchsten Marktanteil beim jungen Publikum seit vielen Jahren, 9,9 Prozent wurden damals gemessen. 2021 holte RTL 8,9 Prozent, damals sahen aber exakt doppelt so viele 14- bis 49-Jährige zu. Das zeigt mal wieder sehr anschaulich, wie sehr sich die TV-Nutzung besonders in dieser Altersklasse in den vergangenen Jahren verändert hat. 

Die gute Nachricht für RTL: "Stern TV" steigerte sich am späten Abend noch auf 10,2 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. Die aufgrund der langen Fernsehpreis-Übertragung auf rund 30 Minuten zusammengeschrumpfte Sendung unterhielt noch 760.000 Menschen. Das "Nachtjournal" lag später bei 10,9 Prozent Marktanteil. Am Ende reichte es für RTL zu einem Tagesmarktanteil in Höhe von 8,3 Prozent, nur das ZDF (10,7 Prozent) war noch erfolgreicher. 

Der ZDF-Erfolg bei den 14- bis 49-Jährigen kommt nicht überraschend, schließlich zeigten die Mainzer zur besten Sendezeit eine neue Ausgabe von "Aktenzeichen XY" und waren damit einmal mehr nicht zu schlagen. 4,50 Millionen Menschen schalteten insgesamt ein, während das insgesamt zu 21,7 Prozent Marktanteil führte, waren beim jungen Publikum sogar 23,0 Prozent drin. Auch das "heute journal" (14,0 Prozent) und das "Auslandsjournal" (10,4 Prozent) lagen im weiteren Verlauf des Abends noch bei zweistelligen Marktanteilen bei den Jüngeren. 

Das Erste schickte derweil zur besten Sendezeit nur eine Wiederholung auf Sendung. Der Krimi-Mystery-Streifen "Wäldern - Das verschwundene Mädchen" unterhielt aber immerhin 2,69 Millionen Menschen, damit waren beim Gesamtpublikum 13,0 Prozent Marktanteil drin. "Plusminus" fiel mit 1,62 Millionen im Anschluss auf nur noch 8,9 Prozent zurück, doch die "Tagesthemen" und auch "Maischberger" steigerten sich postwendend auf zweistellige Werte. Die Talkshow erreichte sogar bei den 14- bis 49-Jährigen sehr gute 10,2 Prozent und war damit zumindest in dieser Altersklasse das erfolgreichste Format des Abends des Senders.  

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;