
Das Erste hat am Mittwoch die höchste Reichweite des Tages erzielt. Den Psychothriller "Frau ohne Namen" sahen beim Sender zur besten Sendezeit 5,36 Millionen Menschen, kein anderer Sender kam auch nur in die Nähe dieser Zahl. Mit dem erzielten Marktanteil in Höhe von 26,1 Prozent kann man sehr zufrieden sein. Und mehr noch: Für den Sendeplatz am Mittwochabend war es die höchste Reichweite seit viereinhalb Jahren, besser lief es zuletzt im März 2022.
Man muss auch gar keine große Analyse betreiben, wieso der Streifen, neben der eigenen Strahlkraft, so erfolgreich war. Geholfen haben dürfte sicherlich auch die Tatsache, dass das ZDF deutlich schwächer unterwegs war als üblich. Statt "Aktenzeichen XY" & Co. war dort am Mittwoch eine neue Ausgabe von Jan Böhmermanns "Lass dich überwachen" zu sehen, das wollten aber nur 1,01 Millionen Menschen sehen. Damit lag das ZDF zur besten Sendezeit sogar noch hinter Sat.1 und RTL. Der Marktanteil betrug schlechte 4,9 Prozent. Gleichzeitig war es für das Format die niedrigste Reichweite aller Zeiten.
Besser lief es für "Lass dich überwachen" beim jungen Publikum, wo 350.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren für 10,6 Prozent Marktanteil reichten. Damit lag das Format ungefähr bei den Werten, die es auch in der Vergangenheit erzielte. Der ARD-Film kam zur gleichen Zeit übrigens ebenfalls auf gute 10,2 Prozent beim jungen Publikum, 330.000 Menschen aus der genannten Altersklasse sahen zu.
Die hohe Film-Reichweite um 20:15 Uhr hatte schließlich auch Auswirkungen auf das nachfolgende Programm im Ersten. "Plusminus" verzeichnete 3,05 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, das waren so viele wie seit Mai 2024 nicht mehr. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei hervorragenden 17,5 Prozent und auch bei den Jüngeren wurden gute 8,6 Prozent gemessen. Im ZDF steigerte sich das "heute journal" ab 21:45 Uhr immerhin noch auf 2,24 Millionen Gesamtzuschauer und 12,9 Prozent Marktanteil.
Ein alter "Wilsberg"-Fall bei ZDFneo erreichte zur besten Sendezeit übrigens 1,44 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer - der Spartensender lag zu dieser Zeit also recht klar vor dem Hauptprogramm. Mit 7,0 Prozent Marktanteil kann man in Mainz sehr zufrieden sein. Zwei Folgen von "Serial Cleaner" fielen direkt im Anschluss jedoch auf 2,1 und 1,5 Prozent, die Reichweite brach auf 350.000 bzw. 190.000 ein.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.16; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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