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"Die Vorleser"

Enttäuschender Auftakt für Heidenreichs Erben

von Uwe Mantel
11.07.2009 - 10:15 Uhr

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Dass eine Literatursendung stets ein Nischenprogramm bleiben würde, war schon vorher klar, gerade zur Premiere hätte man sich beim ZDF für "Die Vorleser" aber wohl schon ein paar mehr Zuschauer erfofft - sie starteten noch unter "Lesen!"-Niveau

Die Vorleser: Amelie Fried und Ijoma MangoldRund zehn Monate hat es gedauert, bis das ZDF die Nachfolger für die nach lautstark vorgebrachter Schmähkritik an ihrem Sender gefeuerte Elke Heidenreich  erstmals auf Sendung schickte. Am Freitagabend war es dann soweit: Amelie Fried und Ijoma Mangold betätigten sich erstmals als "Die Vorleser". Die Quoten waren allerdings enttäuschend.

Zwar dürfte schon vorher allen Beteiligten klar gewesen sein, dass eine Literatursendung im deutschen Fernsehen nunmal nie ein großer Publikumserfolg werden kann, doch gerade zur Premieren-Sendung hatte man wohl insgeheim schon mit ein paar mehr Neugierigen gerechnet als es nun letztendlich wurden. Denn insgesamt schalteten am Freitagabend nur 880.000 Zuschauer ein.

Nicht nur, dass damit der Marktanteil beim Gesamtpublikum bei nur 4,1 Prozent lag, besonders schmerzlich ist die Zahl vor allem, weil Elke Heidenreich in der Regel mehr Zuschauer erreicht hat. Während der gesamten Laufzeit von "Lesen!" lag die Zuschauerzahl nur drei Mal niedriger. Wenig überraschend war unterdessen, dass besonders das jüngere Publikum die Literatursendung mied. So waren unter den Zuschauern nur 250.000 noch zwischen 14 und 49 Jahren alt, der Marktanteil lag bei 2,8 Prozent - und damit in etwa auf dem gleichen Niveau, das auch "Lesen!" zuletzt noch erreichte.

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