Schon die Einführung vierstündiger Doku-Strecken am Samstagabend widersprach allen gängigen Erfahrungsmustern, nach denen Privatsender normalerweise ihr Programm bestücken. Doch Vox erzielte damit immer wieder beachtliche Erfolge gegen die Show-, Serien- und Film-Konkurrenz. Anlässlich des zehnten Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September zeigte Vox nun schon zum zweiten Mal sogar eine 12-stündige Doku-Strecke - und lieferte einmal mehr den Beweis, dass die Sender ihr Publikum nur nicht unterschätzen sollten.

Das Interesse war nämlich riesig - vor allem tagsüber. Das erste der regelmäßigen Stundenprotokolle um 12 Uhr hatte noch 370.000 Zuschauer, der Marktanteil in der Zielgruppe lag zunächst noch bei soliden 7,2 Prozent. Schon die nachfolgende Doku "Die Attentäter" ließ den Marktanteil dann aber auf 8,3 Prozent in der Zielgruppe ansteigen. Eine Stunde später holte "Der Drahtzieher - Bin Laden" dann sogar schon 12,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

 

 

Und die Quoten zogen im Lauf der Zeit weiter an. Den Höhepunkt erreichte das Interesse dann in der Stunde zwischen 16 und 17 Uhr - als damals die Türme einstürzten. Das Stundenprotokoll hatte um 16 Uhr 1,14 Millionen Zuschauer, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 18,8 Prozent. Die nachfolgende Doku "Die Türme fallen" verfolgten 1,17 Millionen Zuschauer, der Markanteil bei den 14- bis 49-Jährigen belief sich auf 18,,7 Prozent. Auch in der Stunde danach blieben bei der "Rekonstruktion einer Katastrophe" noch 1,07 Millionen Zuschauer dran der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hielt sich bei beeindruckenden 15,1 Prozent.

Erst danach flaute das Interesse dann - gegen die "Sportschau"-Konkurrenz - etwas ab. "New York unter Schock" sahen ab kurz nach 18 Uhr noch 0,94 Millionen Zuschauer, "Paddy - Ein Held von 9/11" erreichte eine Stunde später noch 0,74 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil war zu diesem Zeitpunkt auf 7,2 Prozent in der Zielgruppe zurück gegangen. Doch selbst das ist für eine Doku noch ein überaus ordentlicher Wert.

Auch in der Primetime schlug sich die 9/11-Dokustrecke wacker. Um 20:15 Uhr kam "Eine Nation im Ausnahmezustand" auf im Schnitt 1,07 Millionen Zuschauer insgesamt und einen Marktanteil von 7,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Das Stundenprotokoll gegen 22 Uhr hatte dann sogar 1,27 Millionen Zuschauer und erreichte starke 8,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Erst als Vox es mit Vitali Klitschko als Gegner aufnehmen musste, tat sich dann auch die Dokustrecke schwer. Das abschließende "9/11 - Eine Bilanz" musste sich ab kurz nach 23 Uhr mit 4,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zufrieden geben. Insgesamt sahen hier noch 660.000 Zuschauer zu.

Doch das kann den Gesamteindruck nicht trüben: Für Vox war der 9/11-Dokutag ein voller Erfolg. Und besonders wird man sich darüber freuen, dass es mit diesem anspruchsvollen Programm tatsächlich gelang, sogar an ProSieben und Sat.1 vorbeizuziehen. Vox erreichte einen Tagesmarktanteil von 9,2 Prozent in der Zielgruppe, Sat.1 musste sich mit 9,1 Prozent zufrieden geben, ProSieben blieb gar bei 7,7 Prozent hängen.