Zum Quotenhit taugte das Polit-Casting "Ich kann Kanzler" im ZDF auch diesmal nicht. Doch immerhin hat man sich diesmal auch den Schock der ersten Staffel erspart, als der Casting-Zusammenschnitt mit unter 5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum völlig gefloppt war. Die Finalshow rettete sich damals aber trotzdem noch auf solide Werte. Diesmal gab es die Castings nur im Web zu sehen und nur die Finalshow im Fernsehen. Die Quoten letzterer lagen allerdings noch leicht unter denen der ersten Auflage.

So schalteten am Abend des 1. Mai 2,33 Millionen Zuschauer ein, das reichte beim Gesamtpublikum für einen Marktanteil von 11,2 Prozent. Besonders enttäuschend: Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil mit 4,9 Prozent sogar deutlich unter dem ohnehin schwachen ZDF-Senderschnitt. Bei der ersten Staffel im Jahr 2009 hatte "Ich kann Kanzler" immerhin noch 6,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, die Gesamt-Zuschauerzahl lag  - allerdings auch zu etwas früherer Stunde - bei 2,76 Millionen.

Auf einen schwachen Vorlauf kann das ZDF das überschaubare Ergebnis in jedem Fall zurückführen. Das "heute-journal" hatten direkt davor 4,99 Millionen Zuschauer verfolgt. Um 20:15 Uhr kam der Film "Marie Brand und die falsche Frau" auf 5,8 Millionen Zuschauer und 17,8 Prozent Marktanteil. Selbst bei den 14- bis 49-Jährigen lag die neueste Ausgabe der Reihe mit Mariele Millowitsch bei starken 10,0 Prozent Marktanteil.

Für den Tagessieg beim Gesamtpublikum reichte es für das ZDF aber trotzdem nicht. Der ging an Das Erste, das mit dem Film "Willkommen in Kölleda" sogar 6,12 Millionen Zuschauer zum Einschalten bewegen. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 18,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 8,7 Prozent.