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Über eineinhalb Millionen Zuschauer weniger

Dschungelcamp büßt ungewöhnlich viele Fans ein

von Alexander Krei
19.01.2015 - 08:57 Uhr

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Der Tagessieg in der Zielgruppe war zwar nicht in Gefahr, dennoch war das Interesse an "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" am Sonntag deutlich geringer als zuletzt. Zuvor musste sich RTL bereits dem "Tatort" und ProSieben geschlagen geben.

Mit jeweils mehr als sieben Millionen Zuschauern startete "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" am Freitag und Samstag auf gewohnt starkem Quoten-Niveau in die nunmehr neunte Staffel. Überraschend kräftig fiel dafür der Einbruch am Sonntag aus: Die dritte Folge der Dschungelshow verfehlte nämlich nicht nur die Marke von sieben Millionen Zuschauern, sondern sogar die von sechs Millionen. Genau genommen waren ab 22:15 Uhr im Schnitt 5,64 Millionen Zuschauer dabei - das ist für sich genommen natürlich ein hervorragender Wert, kann allerdings womöglich auch als kleines Warnsignal an die Macher gewertet werden, dass sich die neue Staffel noch nicht ganz warmgelaufen hat.

Zuschauer-Trend: Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!
Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!

Man muss schon bis 2012 zurückgehen, um eine niedrigere Reichweite zu finden. Auch damals handelte es sich übrigens um den dritten Tag der Staffel. In den vergangenen beiden Jahren hatte sich hingegen sogar die schwächste Ausgabe von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" mit jeder Ausgabe über der Hürde von sieben Millionen Zuschauern halten können. Beim jungen Publikum reichte es aber auch am Sonntag wieder zum ungefährdeten Tagessieg: 3,36 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer trieben den Marktanteil auf 33,1 Prozent. Von den mehr als 40 Prozent, die noch am Freitag und Samstag drin waren, blieben die Dschungelcamper allerdings auch hier ein gutes Stück entfernt.

Ein ähnlich starkes Vorprogramm wie an den beiden vorherigen Abenden, als sich RTL auf "Wer wird Millionär?" und "DSDS" verlassen konnte, gab es am Sonntag jedoch nicht. Stattdessen enttäuchte die Wiederholung der US-Komödie "Aushilfsgangster" um 20:15 Uhr mit nur 2,50 Millionen Zuschauer und einem Marktanteil von 12,6 Prozent in der klassischen Zielgruppe. Am "Tatort" war damit kein Vorbeikommen möglich: Die Krimireihe setzte sich zunächst mit 2,88 Millionen 14- bis 49-Jährigen sowie 20,7 Prozent Marktanteil an die Spitze - und dominierte auch beim Gesamtpublikum mit 9,45 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 25,7 Prozent das Geschehen. Stärkster Verfolger war hier der ZDF-Film "Vergissmeinnicht" aus der Katie-Fforde-Reihe, der 5,60 Millionen Herzschmerz-Fans vor dem Fernseher versammelte.

In der Zielgruppe konnte sich unterdessen ProSieben über einen Erfolg freuen: Sehr gute 16,7 Prozent Marktanteil verzeichnete die Free-TV-Premiere von "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" mit Bruce Willis in der Hauptrolle. Insgesamt waren 3,65 Millionen Zuschauer dabei. Gegen den Dschungel kam der Actionstreifen "Bad Boys II" direkt danach allerdings schon nicht mehr über 980.000 Zuschauer sowie 10,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hinaus. Sat.1 konnte mit seinen Krimis nicht mithalten, blieb zunächst aber immerhin im zweistelligen Bereich, ehe man schließlich ebenfalls der Dschungel-Konkurrenz Tribut zollen musste. RTL war dank seiner Camper bis nach Mitternacht erfolgreich und hielt mit "Spiegel TV" im Anschluss an "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" noch 3,14 Millionen Zuschauer bei der Stange.

In der Zielgruppe lag der Marktanteil zu später Stunde bei 28,6 Prozent. Aber auch das war etwas weniger als die Dschungel-Ausgaben des Magazins etwa im vorigen Jahr verzeichneten. Nun bleibt abzuwarten, ob die Quoten vom Sonntag ein einmaliger Ausrutscher waren oder ob sich RTL womöglich dauerhaft mit schwächeren Dschungel-Werten als zuletzt begnügen muss. Die Tagesmarktführerschaft war zumindest bei den 14- bis 49-Jährigen nicht in Gefahr: Mit 14,9 Prozent setzte sich RTL klar an die Spitze. Feiern kann man aber trotzdem nicht, weil Das Erste in der bevorzugten erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen dank "Tatort" und stundenlanger Wintersport-Übertragungen mit 13,3 Prozent Marktanteil ganz knapp die Nase vorn hatte. Die Kölner mussten sich mit 13,2 Prozent begnügen.

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