Der Bachelor © RTL/Stefan Gregorowius
Gegen starken Fußball

"Bachelor"-Finale wacker, ProSieben-Serien chancenlos

von Uwe Mantel
17.03.2016 - 09:20 Uhr

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Auch wenn es das bislang schwächste "Bachelor"-Finale war: Angesichts der überaus starken Fußball-Konkurrenz ist RTL noch gut davon gekommen. Für die ProSieben-Serien lief's hingegen sehr schlecht, Sat.1 lag völlig darnieder.

Mit einem blauen Auge davon gekommen ist RTL mit seinem "Bachelor"-Finale am Mittwochabend: Mit einem Marktanteil von 15,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen konnte die Kuppelsoap das Marktanteilsniveau der letzten Wochen halten und zählte insgesamt mit 3,43 Millionen Zuschauern sogar so viele Zuschauer wie seit rund einem Monat nicht mehr. Das ist angesichts von fast zehn Millionen Zuschauern, die das Champions-League-Spiel im ZDF sahen, ein sehr achtbares Ergebnis - allerdings bleibt auch festzuhalten, dass es damit das bislang schwächste "Bachelor"-Finale überhaupt war.

Von regelmäßigen Marktanteilen über 20 Prozent, wie es noch in den Jahren 2012 und 2013 üblich war, hat sich "Der Bachelor" ohnehin längst verabschiedet. Nur die Auftaktsendung konnte in diesem Jahr die 20-prozent-Marke knacken, danach pendelten die Werte zwischen 14,3 und 17 Prozent. Alles in allem war es nicht nur das bislang schwächste Finale, sondern auch die bislang schwächste Staffel, die aber trotzdem mit im Schnitt über 16 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen deutlich über dem Senderschnitt lag.

Alles in allem hat RTL also wohl das beste aus dem Fußball-Abend gemacht: "Die 10" lief mit 12,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen ähnlich wie in der vergangenen Woche und "Stern TV", das gegen die Schlussphase und Verlängerung des Bayern-Spiels ran musste, hätte es auch schlimmer treffen können: 11,8 Prozent betrug der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. 2,01 Millionen Zuschauer hatten insgesamt eingeschaltet.

Deutlich übler erwischt hat es da schon die anderen großen Privatsender. "Grey's Anatomy" startete bei ProSieben zunächst mit den - zuletzt gewohnten - mageren 9,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe in den Abend, doch schon die zweite Folge ab 21:13 Uhr musste angesichts stärker werdender Konkurrenz mit nur noch 7,9 Prozent Marktanteil leben. "Code Black" und "Crisis" liefen am späteren Abend mit Marktanteilen von 4,9 und 5,7 Prozent später am Abend dann so richtig miserabel. Noch schlechter sah es für Sat.1 aus: Dort begann der Abend mit dem Film "Beim Leben meiner Schwester" schon desolat: 5,1 Prozent betrug hier der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, 1,22 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu. Die "Spiegel TV Reportage" erreichte ab 22:28 Uhr dann nur noch 3,0 Prozent Marktanteil, "24 Stunden" kam danach auf 3,7 Prozent.

Die starke Fußball-Konkurrenz ging natürlich auch an Vox nicht spurlos vorüber. "Rizzoli & Isles" lag um 20:15 Uhr mit einem Marktanteil von 7,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 2,15 Millionen Zuschauern insgesamt zwar noch klar über dem Senderschnitt, allerdings lief es nicht so gut wie gewohnt. Danach ging's dann bergab: Eine Wiederholung der Krimiserie kam noch auf 6,4 Prozent, "Major Crimes" musste sich ab 22:10 Uhr mit 4,9 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe zufrieden geben, "Motive" kam nur auf 4,0 Prozent. Einen soliden Start in den Abend mit anschließender Talfahrt gab's auch bei RTL II. Dort kamen nur "Die Wollnys" auf solide 6,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

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