Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

An der Spitze der Werbecharts gibt es eine neue Marke: Kinder von Ferrero brachte es in der zurückliegenden Woche auf eine Bruttoreichweite in Höhe von rund 1.500 XRP, damit ist man die mit Abstand reichweitenstärkste Marke in den Werbeblöcken der TV-Sender gewesen. Zum Vergleich: Lenor schaffte es im gleichen Zeitraum auf Platz zwei, landete jedoch nur bei 746 XRP - also knapp halb so viel. Rewe kam auf Platz drei auf 641 XRP. Gleichzeitig schaltete Ferrero mehr als 2.000 Kinder-Spots - und war damit viel umtriebiger als die Konkurrenz. 

Der Kinder-Boom kommt auch deshalb so überraschend, weil Ferrero in den zwei Wochen davor gar nicht für die Marke geworben hat. Das Comeback in der TV-Werbung war dafür jetzt umso eindrucksvoller. Geworben hat man übrigens für die ganze Palette an Kinder-Produkten: Also beispielsweise für Kinder Bueno, aber auch für Kühlsnacks (Milchschnitte, Pingui etc.), Kinder Riegel oder auch Kinder Cards. Die meisten Kinder-Spots waren bei RTL und Vox zu sehen. Alleine auf diese beiden Sender entfielen fast die Hälfte aller Schaltungen. 

Das Ergebnis von Kinder war für Ferrero derweil nur die Spitze des Eisbergs. So schaffte man es mit Raffaello, Yogurette und Nutella ebenfalls in die Werbecharts der 25 reichweitenstärksten Marken. Zusammengerechnet waren in den vergangenen sieben Tagen 3.190 Ferrero-Spots in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender zu sehen. Die Brutto-Spendings, die das Unternehmen dafür leisten musste, lagen bei 14,7 Millionen Euro - netto dürfte Ferrero als Großkunde deutlich weniger bezahlt haben. 

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Mit der Boulevardzeitung "Bild" hat es unterdessen auch eine Medienmarke in die Werbecharts der zurückliegenden Woche geschafft. 1.222 Spots ließ Axel Springer für die Zeitung schalten, das entsprach einer Bruttoreichweite in Höhe von 326 XRP. Hier lag der Brutto-Werbewert bei rund 2,2 Millionen Euro. Die meisten "Bild"-Spots waren unterdessen bei DF1, MTV und Kabel Eins zu sehen. Beworben wurde ausschließlich die WM-Berichterstattung der Zeitung. 

Das Werberanking kurz erklärt

All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.