
Sky hat seinen ohnehin schon hohen Werbedruck in der vergangenen Woche noch einmal gesteigert. Ganze 8.703 Spot schaltete man in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender - wobei die meisten davon auf den eigenen Kanälen zu sehen waren. Das macht Sky schon länger so und das ist auch nicht verwerflich. Es erklärt jedoch, warum trotz der unfassbaren Anzahl an Schaltungen am Ende nur eine Bruttoreichweite in Höhe von 542 XRP gemessen wurde. Alle Marken, die im Werberanking vor Sky stehen, haben deutlich weniger Spots eingesetzt.
Seit der Übernahme durch RTL Deutschland ist Sky auch dort in den Werbeblöcken vertreten, so war es auch in der vergangenen Woche wieder. Etwas mehr als 3 Prozent aller Schaltungen entfielen auf RTL, Vox & Co. Das sind auf den ersten Blick nicht sonderlich viele, in absoluten Zahlen geht's dann aber trotzdem um fast 300 Spots. Dass Sky ganz generell seine Werbe-Aktivitäten zuletzt noch einmal nach oben gefahren hat, lässt sich auch ganz konkret festmachen: Am vergangenen Samstag und Sonntag schaltete Sky jeweils mehr als 1.400 Spots - beides waren die werbeintensivsten Tage des Jahres für das Unternehmen.
Insgesamt hat Sky in diesem Jahr bislang schon fast 290.000 Spots geschaltet. Die meisten davon waren, wie schon erwähnt, auf den eigenen Sendern der Gruppe zu sehen. Die schiere Anzahl aber ist dennoch gewaltig. Das entspricht etwa 1.000 Spots pro Tag. Spannend ist auch ein Blick auf die Tatsache, wer genau bei Sky wirbt. Das ist aber gar nicht so leicht herauszufinden, betreibt Sky doch rund zwei Dutzend Sender, die von All Eyes on Screens auch alle getrennt ausgewertet werden.
Auf vergleichsweise großen Sendern wie Sky Bundesliga 1, Sky Sport 1, Sky Sport News oder auch Sky One sind große Unternehmen und Organisationen wie die DFL, Volkswagen, Dell, Trade Republic und Ikea präsent. Auf einem Sender wie Sky Sport F1 waren in der vergangenen Woche nur zwei Spots von Qatar Airways zu sehen - demgegenüber stehen 649 Spots von Sky selbst. Sonst hat kein externes Unternehmen hier geworben. In dem Fall ist das aber auch logisch zu erklären: Weil es am Wochenende kein F1-Rennen gab, fehlte es hier an frischem Content.
Zwischen dem 5. und 11. Oktober waren neben Sky und der F1 selbst unter anderem auch DHL, Hornbach, Aktion Mensch und Opel recht häufig bei Sky Sport F1 zu sehen - hier dann auch im Rahmen des F1-Wochenendes. Generell ist Sky auf seinen eigenen Kanälen aber meist der sichtbarste Werbekunde - und das mit Abstand.
Übrigens: Während Sky mit seinen Spots schon seit Wochen in den Werbeblöcken der RTL-Sender zu sehen ist, funktionieren diese Synergien in die umgekehrte Richtung noch nicht. In der vergangenen Woche lief kein einziger RTL-Spot bei den Kollegen von Sky - stattdessen setzte man ausschließlich auf die eigenen Kanäle, also RTL, Vox, Super RTL, Nitro, ntv, RTLup, Voxup und RTLzwei - auf letzterem Sender, der ja nicht komplett zu RTL Deutschland gehört, entfielen aber nur 0,76 Prozent aller Schaltungen.
Das Werberanking kurz erklärt
All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.
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