Austria-Update vom 15. Juli
ORF setzt Filmreihe mit Melissa Naschenweng fort
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Nach dem großen Erfolg von "Herzklang" setzt der ORF die Reihe mit Schlagersängerin Melissa Naschenweng jetzt fort. Außerdem: Debatte um die Zukunft des ORF und ARD/ZDF klauen ServusTV und dem ORF WM-Publikum.
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Der Film "Herzklang - Zurück zu mir" mit Schlagersängerin Melissa Naschenweng in der Hauptrolle war vor einigen Wochen ein schöner Erfolg für den ORF. Endgültig gewichtet lag die Reichweite bei 524.000, der Marktanteil betrug 23 Prozent. Daher ist es nun auch keine große Überraschung, dass der ORF die Reihe fortsetzt. Seit wenigen Tagen laufen die Dreharbeiten für den zweiten Film mit dem Titel "Herzklang - Gegenwind", erneut steht Naschenweng als Schlagersternchen Melanie im Mittelpunkt. Neben Melissa Naschenweng und Ferdinand Seebacher stehen erneut unter anderem. Katharina Pichler, Michael Steinocher, Christina Cervenka, Martin Muliar und Elfriede Schüsseleder sowie Zoe Moore und Tijan Njie vor der Kamera. Inszeniert wird auch Teil zwei von Regisseurin Patricia Frey nach einem Drehbuch von Harald Haller und Marc Brugger. Produziert wird der Film von JewelLabs Pictures GmbH und Graf Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem ORF.
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Während die Zukunft der ORF-Reihe damit geklärt ist, ist noch unklar, wohin das öffentlich-rechtliche Medienunternehmen als Ganzes steuert. Für den 10. und 11. September hat Medienminister Andreas Babler aber ein "ORF-Zukunftsforum" angekündigt. "Vor dem Hintergrund veränderter Mediennutzung, der wachsenden Bedeutung digitaler Plattformen und der Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Medien und Öffentlichkeit soll das Zukunftsforum eine breite Grundlage für die Diskussion über die zukünftige Rolle des ORF schaffen", heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, aus dem "Der Standard" zitiert. Bereits bekannt war, dass vorher bei Formaten mit Publikumsbeteiligung Meinungen und Reformvorschläge eingeholt werden sollen. Die Ergebnisse des Forums sollen in einem Bericht niedergeschrieben werden. Darin sollen auch Empfehlungen für weitere politische Diskussionen enthalten sein.
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Clemens Pig
Etwas konkreter ist bereits die Debatte rund um die personelle Neuaufstellung des ORF, hier endete um Mitternacht die Bewerbungsfrist für die verschiedenen Direktorenposten. Zur Erinnerung: Der künftige ORF-Generaldirektor Clemens Pig ist auf der Suche nach vier Direktorinnen oder Direktoren am Hauptsitz in Wien, darüber hinaus müssen auch die neun Landesstudios besetzt werden. Bis es hier Klarheit gibt, muss sich die Branche jedoch noch etwas gedulden, zuletzt wurde der Termin zur Bestellung auf August verschoben (DWDL.de berichtete). Gegenüber dem "Kurier" erklärte Pig, er werde "bis auf Weiteres keine Namen kommunizieren, auch nicht über die Anzahl der Bewerbungen sprechen und auch nicht darüber, wie viele sich für welche Direktionen beworben haben". Einige Kandidatinnen und Kandidaten haben aber bereits ihre Bewerbungen öffentlich gemacht. So ist klar, dass sich unter anderem Unterhaltungschef Martin Gastinger, Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz und ORF-III-Co-Chefin Kathrin Zierhut-Kunz beworben haben. Auch der internationale Fernsehmanager Matthias Settele hat sich beworben - und das gleich für drei der vier neuen Zentral-Direktionen. Alexander Hofer, lange für einen Job in Wien gehandelt, hat dagegen angekündigt, als Landesdirektor in Niederösterreich weitermachen zu wollen.
Österreich in Zahlen
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In ORF 2 ist am vergangenen Montag die neue Staffel der Kuppelsendung "Liebesg’schichten und Heiratssachen" gestartet - und die Quoten waren einmal mehr überragend. 706.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen zur besten Sendezeit zu, der Marktanteil lag bei 35 Prozent. Und auch in den jungen Zielgruppen 12–49 und 12–29 waren jeweils sehr starke 22 bzw. 20 Prozent drin. "Thema" erreichte im Anschluss noch 458.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 22 Prozent beim Gesamtpublikum. Die "ZiB 2" steigerte sich danach wieder auf 29 Prozent bei einer Reichweite in Höhe von 516.000.
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Die meistgesehene Sendung der vergangenen Woche lief allerdings nicht im ORF, sondern bei ServusTV - der Fußball-WM sei Dank. Mit der ersten Halbzeit des Spiels zwischen Portugal und Spanien erreichte der Privatsender 1,27 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, Halbzeit zwei hatte nur unwesentlich weniger Publikum. Das stärkste WM-Spiel im ORF war unterdessen die Begegnung zwischen Spanien und Belgien, die es in der zweiten Halbzeit auf 1,17 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer brachte.
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Die österreichischen TV-Sender haben schon immer mit der Tatsache zu kämpfen, dass einige Sport-Übertragungen auch über die deutschen Sender zu sehen sind - sehr offensichtlich wird das jetzt mal wieder bei der Fußball-WM. Hier erzielen ServusTV und der ORF zwar deutlich höhere Reichweiten als ARD und ZDF, die Begegnung zwischen Portugal und Spanien war in der vergangenen Woche aber auch die meistgesehene Sendung im ZDF. Hier sahen zusätzlich nochmal 186.000 Menschen zu - das ist ein Publikum, das ServusTV potenziell fehlt, auch in der Werbevermarktung. Im Ersten schaffte es die Begegnung zwischen Frankreich und Marokko in die Top 5 der vergangenen Woche.
ORF setzt Filmreihe mit Melissa Naschenweng fort
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