In der kommenden Woche wird "Stern TV" ausnahmsweise bereits um 21:45 Uhr beginnen. Geschuldet ist die frühe Sendezeit der Übertragung der Basketball-EM, für die ausnahmsweise sogar die beiden Dailysoaps "Alles was zählt" und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" weichen müssen.
Während der Sendeplatz somit also dem Live-Sport geschuldet ist, kommt ein weiterer "Frühstart" von "Stern TV" durchaus überraschend: Für den 24. September hat RTL nämlich jetzt die Ausstrahlung des Magazins mit Moderator Steffen Hallaschka bereits für 21:30 Uhr in Aussicht gestellt - bei gewohnter Länge bis Mitternacht. Im Vorfeld von "Stern TV" hat RTL für diesen Abend die auf 75 Minuten gekürzte Wiederholung eines Comedy-Specials mit dem Titel "Darüber lacht Deutschland! Die witzigste Zeitreise aller Zeiten" angekündigt.
Offiziell heißt es von Seiten des Senders, man optimiere den Audience Flow in der Primetime und teste gerade "verschiedene Programm-Konstellationen" aus. Der Schritt steht dabei im Zusammenhang mit dem Aus des Nachrichtenmagazins "RTL Direkt", das bis Ende Juli in der Regel an vier Abenden pro Woche um 22:15 Uhr zu sehen war. Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland, hatte den Schritt damals mit einer "Optimierung der Primetime" begründet, mit der man auf "massive Nutzungsveränderungen" reagiere (DWDL.de berichtete).
Seit dem Wegfall von "RTL Direkt" war "Stern TV" in den vergangenen Wochen meist gegen 22:15 Uhr zu sehen und damit auf jenem Sendeplatz, auf dem das Magazin zuvor über viele Jahre hinweg beheimatet war. Im September soll die Sendung indes mehrfach um 22:30 Uhr laufen, ehe es Ende des Monats dann zur ungewöhnlich frühen Ausstrahlung kommen wird.
Und so bleibt vorerst abzuwarten, wo "Stern TV" in Zukunft seinen dauerhaften Sendeplatz finden wird. Eine Rolle könnte dabei auch Stefan Raab spielen, der im Herbst bekanntlich mit einer neuen wöchentlichen Show zurückkehren wird, nachdem sein Comedy-Quiz-Hybrid "Du gewinnst hier die Million" wegen überschaubarer Quoten schnell wieder beendet worden war. Mit welchem Format und auf welchem Sendeplatz Raab einen neuen Anlauf nehmen wird, hat RTL bislang jedoch nicht konkretisiert.