2023 war es "Die Kaiserin", ein Jahr später machte "Liebes Kind" das Rennen: Es waren aus deutscher Sicht also zwei überaus erfolgreiche Jahrgänge bei den International Emmys in New York. Im November, wenn die Preisverleihung in die nächste Runde geht, will die deutsche Delegation idealerweise erneut jubeln. 

Das zumindest ist die Hoffnung von Nathanael Liminski (CDU), dem Medienminister Nordrhein-Westfalens. "Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber aller guten Dinge sind drei. Wir sollten jetzt den Hattrick vollmachen", erklärte der CDU-Politiker am Donnerstagabend unweit von Köln - genauer gesagt auf Schloss Arff, wo der inzwischen längst traditionelle Branchenempfang mit rund 200 geladenen Gästen aus Film, Fernsehen, Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft stattfand.

Anlass war die Sitzung der deutschen iEmmy-Jury, die schon tagsüber auf dem Schlossgelände stattfand. Leopold Hoesch, Kölner Fernsehproduzent und deutscher Botschafter der International Academy of Television Arts & Sciences, war erneut deren Gastgeber. Er freute sich allerdings nicht nur über den gelungenen Abend, sondern auch über prominenten Besuch des früheren Ausnahmesportlers Edwin Moses, über den Hoesch im vorigen Jahr einen sehenswerten Dokumentarfilm produzierte.

Auf lange Begrüßungsreden verzichteten Hoesch, Liminski und Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW. Nakschbandi gab es jedoch schon einmal einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr, wenn die Jury-Sitzungen in Köln bereits zum 20. Mal veranstaltet werden - ein besonderes Jubiläum, das zugleich den Stellenwert der International Emmys für den Medienstandort Nordrhein-Westfalen unterstreicht.

Die Ergebnisse der aus Medienschaffenden besetzten Jurys, also die Nominierungen für die International Emmy Awards, werden unterdessen erst in einigen Wochen veröffentlicht, wenn weltweit alle dieser Semi-Final Round of Judgings abgehalten sind. Dann dürfte sich auch entscheiden, wie groß die deutsche Delegation in New York sein wird - das hängt freilich stets von der Nominierungslage ab.

Gefeiert wurde am Donnerstagabend vorsorglich trotzdem schon mal. Und Gesprächsstoff gab's reichlich angesichts der nun ziemlich sicher besiegelten Übernahme von ProSiebenSat.1 durch die Berlusconi-Holding sowie die wenige Stunden zuvor bekannt gewordenen Fernsehpreis-Nominierungen.