"Ein Schock" sei es gewesen, als sie erfahren habe, dass Unbekannte die berühmte Maus-Figur angezündet haben, sagte WDR-Intendant Katrin Vernau. Nun gibt es ein Happy End: Einen Monat nach der nächtlichen Brandstiftung ist die Maus zurück - frisch restauriert und ohne bleibende Schäden.
Begleitet von Teilen des WDR-Funkhaus-Orchesters, das die berühmte Titelmelodie der "Sendung mit der Maus" anstimmte, hat die Figur am Freitagmittag zu ihrem angestammten Platz in der Kölner Innenstadt zurückgefunden - und neben der Intendantin waren auch WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn, Matthias Körnich, der Leiter des Kinderprogramms, und Christoph Biemann, der berühmte Sachgeschichten-Erzähler mit grünem Pullover, gekommen, um die Maus Willkommen zu heißen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Fans, die den Platz an der Mörsergasse säumten.
In einer kurzen Ansprache würdigte Katrin Vernau die Solidarität und Erste-Hilfe-Leistungen in Form von unzähligen Pflastern, mit denen die Maus nach dem Angriff versehen wurde. Die hatten übrigens tatsächlich einen heilenden Effekt: Dank der Pflaster sei kein Wasser in die Figur eingedrungen, sodass sie letztlich vollständig gerettet werden konnte und keine neue Maus angefertigt werden musste, erklärte Matthias Körnich.
Die 1,70 Meter große Fiberglas-Figur war durch den Brandanschlag vor allem an ihrem rechten Arm und im Gesicht stark verkohlt. Auf dem Boden neben der Maus-Figur fanden sich Bröckchen von Styropor oder eines zerschnittenen Schwammes - Material, das offenbar für den Brand genutzt wurde.
Und auch wenn bislang nichts zum Motiv für die Brandstiftung bekannt ist - für den WDR hatte die Aktion rückwirkend trotz allem noch etwas Positives: So viel Zuspruch, wie der öffentlich-rechtliche Sender nach Bekanntwerden des Vorfalls bekam, wäre vermutlich selbst mit einer umfangreichen Werbekampagne kaum möglich gewesen. Nun bleibt freilich nur zu hoffen, dass die Maus ab sofort wieder ein unbeschwertes Dasein in der Kölner Innenstadt fristen kann.