Überraschender Abschied: Dennis Horn, stellvertretender Programmchef von 1Live, verlässt die junge WDR-Welle. Seinen Entschluss hat Horn am Donnerstag auf LinkedIn angekündigt. Im Herbst 2023 war er zu 1Live als Leiter der Audio-Unit gekommen - gewissermaßen eine Rückkehr zu den Wurzeln, war er doch ab 2001 einer der ersten freien Mitarbeitenden in der damaligen Online-Redaktion des Radiosenders.
Jetzt schließe er "die Tür wohl zum letzten Mal", schreibt Horn in seinem Posting. "Ich habe mich entschieden, meinen Job als stellvertretender Programmchef aufzugeben und meine nächsten Schritte zu gehen." Seine offiziellen Abschiedsworte soll es erst im Juni geben, aber schon jetzt sagt er: "Der Markt hat mich wieder." Seine Beweggründe nannte er nicht konkret. Horn äußerte jedoch den Wunsch, künftig wieder "aktiv journalistisch" zu arbeiten und erklärte, er freue sich "auf neue Projekte und Ideen zu allem, was Medien zukunftsfähig macht - dort, wo es digital wird, wo es um Innovation und Medienwandel geht".
Gegenüber DWDL.de bestätigte der WDR am Nachmittag, dass Dennis Horn "auf eigenen Wunsch Ende Juni bei der Welle" aufhöre. Er werde demnach "weiterhin für den WDR tätig sein". Wer seine Nachfolge als Leiter der Audio-Unit bei 1Live antreten wird, steht aktuell noch nicht fest. "Seine Nachfolge wird ausgeschrieben", so der WDR.
Für den Sender hatte Dennis Horn in der Vergangenheit den sogenannten "Innovation Hub" mit entwickelt und aufgebaut. Parallel zu seiner Aufgabe bei 1Live ist er zudem nach wie vor regelmäßig an der Seite von Gavin Karlmeier im Social-Media-Podcast "Haken dran" zu hören, der inzwischen unter dem Dach des Fachmagazins "c't" produziert wird.
Für 1Live ist Horns angekündigter Rückzug indes der zweite große Abschied innerhalb weniger Tage: Am Freitag werden Olli Briesch und Michael Imhof nach fast 20 Jahren zum letzten Mal die Morningshow des Senders moderieren. Aber auch künftig werden sie gemeinsam zu hören sein - allerdings bei WDR2, wo sie ab dem 18. April die Sendestrecke am Samstagvormittag übernehmen werden.
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