Bertelsmann hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von 18,96 Milliarden Euro erzielt, das war quasi auf Vorjahresiveau (19,00 Milliarden). Organisch also ohne Berücksichtigung von Portfolio-Effekten, habe das Wachstum 1,9 Prozent betragen. Der operative Gewinn (Operating EBITDA Adjusted) sank minimal von 3,1 auf 3,0 Milliarden Euro. Bereinigt um Portfolio-Effekte wie den Verkauf von RTL Nederland und Wechselkurs-Effekte hätte es für ein Ergebnis leicht über Vorjahr gereicht. Unterm Strich verdiente Bertelsmann zum elften Mal in Folge mehr als eine Milliarde Euro - diesmal wurde diese Schwelle mit 1,007 Milliarden aber denkbar knapp übersprungen.
Thomas Rabe, der Ende des Jahres den Vorstandsvorsitz von Bertelsmann abgibt, bezeichnete das Geschäftsjahr 2025 als "solide", wobei sich die "breite geschäftliche und geografische Aufstellung in einem herausfordernden Umfeld erneut bewährt" habe. "Unsere Investitionstätigkeit ist ungebrochen – die wirtschaftlichen Investitionen beliefen sich auf über 2 Milliarden Euro."
Für Wachstum hat Bertelsmann 2021 das Programm "Boost" aufgelegt, das 2024 durch "Boost+" ergänzt wurde. Das erstere verfolgt das Ziel, die Wachstumsdynamik der Geschäfte weiter zu steigern. Thomas Rabe sagt dazu: „Seit 2021 haben wir bereits 7 Milliarden Euro in unsere Boost-Strategie investiert, davon allein 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das organische Wachstum unserer Boost-Geschäfte lag 2025 bei 3,9 Prozent. Bis Ende 2026 werden wir etwa 8 Milliarden Euro in Boost investiert haben."
Das zweite Programm umfasst die Unterpunkte "Next", "Regional Boost" und "Breakout". Ziel von "Next" ist der Aufbau neuer Geschäftsbereiche mit einem langfristigen Umsatzpotenzial von etwa einer Milliarde Euro, von "Regional Boost" der Auf- und Ausbau von Geschäften in wachstumsstarken Regionen, wie etwa Indien und Lateinamerika, sowie von "Breakout" der Zusammenschluss von bestehenden Geschäften mit anderen Unternehmen.
Rolf Hellermann, Finanzvorstand von Bertelsmann, zum Ausblick: "Unter Berücksichtigung der konjunkturellen Erwartungen rechnet Bertelsmann für das Geschäftsjahr 2026 mit einer insgesamt stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Für unsere fortgeführten Geschäfte rechnen wir mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum." Der nächste große Zukauf steht mit Sky Deutschland aber natürlich schon bevor, falls es die Genehmigung durch die EU gibt, die der Konzern in den nächsten Wochen erhofft. Bei ganzährigem Einbezug von Sky läge der Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr 2026 dann bei rund 21 Milliarden Euro, rechnet Rabe vor.
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