Bis 30. April 2027 läuft die Amtszeit von SR-Intendant Martin Grasmück noch, wie es darüber hinaus weitergehen soll, klärt sich voraussichtlich am 8. Juni. Für diesen Tag hat der SR-Rundfunkrat die nächste Intendantenwahl angesetzt. Martin Grasmück hatte bereits frühzeitig erklärt, dass er sich um eine zweite Amtszeit bewerben wird, zwischen Ende Januar und Ende Februar lief aber eine öffentliche Ausschreibung, auf die sich also auch weitere Interessenten bewerben konnten.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" nun berichtet, seien während dieser Zeit sechs Bewerbungen eingegangen, von denen vier von der Findungskommission zu Bewerbungsgesprächen eingeladen wurde, einer habe kurzfristig abgesagt. Für die Wahl vorgeschlagen wurde von der Findungskommission demnach nun letztlich neben Martin Grasmück noch Peter Dinges. Eine Bestätigung des Berichts durch den SR-Rundfunkrat steht noch aus.

Dinges steht seit über 20 Jahren an der Spitze der FFA, also der nationalen Filmförderung Deutschlands, von 2014 bis 2018 war er auch Präsident des europäischen Verbands der nationalen Filmförderungen, zuvor war er für Telepool und TeleTaunusFilm tätig. Dinges ist gebürtiger Saarbrücker, der Wechsel zum SR wäre also ein Wechsel in seine Heimat. Als SR-Intendant würde er allerdings erst im Rentenalter antreten: Dinges ist 1961 geboren.

Martin Grasmück amtiert seit 2021 als Intendant des Saarländischen Rundfunk. Er setzte sich damals erst im siebten Wahlgang durch. In den ersten sechs Wahlgängen ist eine Zweidrittelmehrheit nötig, die damals für keinen Bewerber zustande kam. Im siebten Wahlgang erhielt er 26 von 38 Stimmen. Grasmück ist ein SR-Eigengewächs, schon sein Volontariat absolvierte er 1999/2000 beim SR. Vor seiner Wahl zum Intendanten war er Hörfunkdirektor und Programmchef von SR1 und UnserDing.