Das RBB Fernsehen hat unter dem Titel "Die 12 - RBB Bürgerrat" ein neues Diskussionsformat angekündigt. Die erste Ausgabe der Sendung ist am Dienstag, den 21. April zu sehen. Der RBB wird das Format zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr zeigen. Sendeterminen für weitere Ausgaben gibt es noch nicht. Der Sender teilt jedoch mit, dass "Die 12" künftig regelmäßig im Programm zu finden sein wird. 

In der neuen Sendung sprechen zwölf Bürgerinnen und Bürger aus der Region über ein aktuelles Thema, das polarisiert. Das Besondere: Es debattieren keine Politikerinnen oder Prominente, sondern Menschen aus Berlin und Brandenburg mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. Der RBB erwähnt ausdrücklich Arbeitnehmerinnen, Studierende, Rentner, Eltern und Auszubildende.

In einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren wurden nach Angaben des Senders aus mehr als 1.200 Bewerberinnen und Bewerbern 100 Teilnehmende ausgewählt, die den "RBB Bürgerrat" bilden. Die jüngste Teilnehmerin ist 17, der älteste Teilnehmer 81 Jahre alt. An jeder Sendung können sich aus dem Kreis des 100-köpfigen Bürgerrats jeweils zwölf Personen beteiligen. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Diskussionsrunde jedes Mal aufs Neue.

Zum Auftakt des Formats geht es um die Frage, ob es in Deutschland ein gesetzliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre geben sollte. Am Ende stimmt der Bürgerrat ab und es wird ersichtlich, welche Seite mit ihren Argumenten besser überzeugen konnte. 

RBB-Programmdirektor Robert Skuppin sagt: "Die zahlreichen und vielfältigen Bewerbungen für den rbb Bürgerrat haben uns sehr gefreut. Nun sind wir gespannt auf den Start des neuen Formats im rbb Fernsehen: Es macht Entscheidungsprozesse sichtbar und trägt zu einer gemeinsamen Konfliktkultur bei. 'Die 12 - rbb Bürgerrat' ist eine Plattform für gesellschaftliche Debatten und erfüllt damit den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Kern."

Justus Kliss © rbb/Gundula Krause
Projektleiter und Ideengeber der Sendung ist der RBB-Journalist Justus Kliss. Er sagt: "Demokratie lebt vom Austausch und von verschiedenen Sichtweisen. Es werden Orte benötigt, an denen Menschen jeden Alters und Hintergrunds fair miteinander diskutieren können. Wir bringen Leute zusammen, die in ihrem Lebensalltag wahrscheinlich so nicht ins Gespräch kommen würden, und ermöglichen echten Dialog, konstruktiv und respektvoll." Es gibt in "Die 12" keine klassische Moderation, Kliss begleitet die Debatte jedoch. Er liefert Kontext und soll für einen fairen Umgang miteinander sorgen. So soll er auch darauf achten, dass alle Teilnehmenden zu Wort kommen.