Noch vor zwei Monaten zeigte man sich optimistisch, nun ist doch für immer Schluss: Der Teleshoppingsender Channel 21 stellt den Sendebetrieb ein. Das hat das Unternehmen mit Sitz in Hannover am Mittwoch bekanntgegeben. Demnach wurde nach der bereits im März eingeleiteten vorläufigen Insolvenz jetzt beim Amtsgericht Hannover das Insolvenzverfahren eröffnet.
"Trotz intensivster Bemühungen, den Geschäftsbetrieb langfristig zu sichern und wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, konnte in der Kürze der Zeit keine tragfähige Fortführungslösung realisiert werden", hieß es in einer Erklärung von Channel 21. In diesem Zusammenhang werde der Geschäftsbetrieb zum 31. Mai eingestellt - schon Ende dieser Woche ist damit also Schluss.
Im März hatte Channel 21 ein "herausforderndes Marktumfeld und veränderte Rahmenbedingungen" als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten angeführt, in die das Unternehmen geraten ist. Damals formulierte man noch das Ziel, den Sender wirtschaftlich neu aufzustellen und eine langfristig tragfähige Perspektive zu finden. "Wir sind überzeugt, dass wir im Rahmen des Verfahrens die notwendigen Schritte einleiten können, um Channel 21 zukunftsfähig aufzustellen", gab sich die Geschäftsführung von Channel 21 zunächst optimistisch. Dazu passt, dass das Unternehmen erst jüngst mit dem Ziel, einen neuen Investor zu finden, ein selbstironisches Video auf LinkedIn veröffentlicht hat. "User Teamspirit war schon immer unsere größte Stärke - und wahrscheinlich kann man das in keinem Meeting, keiner Präsentation und keiner Kennzahl besser spüren als in diesem Video", schrieb der Sender in der Beschreibung.
Channel 21 war 2009 aus dem damaligen RTL Shop hervorgegangen. Nachdem der Teleshoppingsender seit dem Sendestart im Jahr 2001 durchweg Verluste eingefahren hatte, entschied sich RTL damals zum Verkauf an einen Finanzinvestor. Der verpasste dem Sender einen neuen Namen und verkaufte ihn kurze Zeit später schon wieder weiter. Nun geht das Kapitel also endgültig zu Ende.
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