Der ORF hat einige schwierige Monate hinter sich: Der von Vorwürfen begleitete Rücktritt des ehemaligen Generaldirektors Roland Weißmann hat ein schlechtes Licht auf die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Österreichs geworfen. Heute geht es um die die Zukunft: Neun Bewerberinnen und Bewerber stellen sich vor dem Stiftungsrat, dem mächtigsten Aufsichtsgremium des Unternehmens, zur Wahl als neuer Generaldirektor bzw. Generaldirektorin. Den Status Quo sowie alle Bewerberinnen und Bewerber haben wir hier zusammengefasst

Die aktuellen Ereignisse am heutigen Wahltag in Wien begleiten wir an dieser Stelle. 

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Weiter geht's!

Die Anhörung von Robert Altenburger ist schon durch, weiter geht's mit Lisa Totzauer. Werden wir hier doch vor Mitternacht fertig? Es hängt nun vermutlich an diesem Hearing: Totzauer gilt zumindest als eine aussichtsreiche Kandidatin hinter dem Favoritenfeld. Zuletzt hatten sich die Mitarbeitenden des ORF in einer nicht bindenden Wahl für die Magazinchefin als ORF-Generaldirektorin ausgesprochen. 

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Hier in der Medienlounge gibt's nun auch ein Alternativprogramm. 

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Vielen Dank an den Leser für den freundlichen Hinweis auf den einen oder anderen Rechtschreibfehler, ist nun (hoffentlich) alles korrigiert. Wenn Ihnen noch mehr auffällt, melden Sie sich gerne. Ich habe hier wirklich genügend Zeit, um Dinge auszubessern! Sie haben doch eh nichts besseres zu tun, oder? 

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Markus Breitenecker hat fertig. Das war - gemessen an den heutigen Abläufen - mit rund eineinhalb Stunden fast schon eine flotte Anhörung. Es geht mit Robert Altenburger weiter, er ist ehemaliger Chefredakteur von ServusTV. Das dürfte nun etwas schneller gehen - fingers crossed!

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Die lange Sitzungsdauer wirbelt auch das TV-Programm mehrerer Sender durcheinaner. In die "ZiB 2" wird es der neue ORF-General jedenfalls nicht mehr schaffen, bis 22 Uhr sind wir hier nicht durch. Aber auch ServusTV hat für 22:15 Uhr eine neue Ausgabe von "Talk im Hangar-7" angekündigt, in der man über den ORF sprechen wollte. Als Gäste angekündigt wurden der ehemalige ORF-Chef Alexander Wrabetz, die langjährige ORF-Journalistin Danielle Spera, der ehemalige ServusTV-Chef Ferdinand Wegscheider sowie Eva Schütz, die hier heute noch im Rennen ist. Zumindest Schütz dürfte nicht in der Sendung sein, sie wartet hier im ORF-Zentrum auf das Ergebnis der Wahl. Und die Frage ist auch, worüber wollen die anderen Personen sprechen? Thema der Sendung: "Neuer König am Küniglberg: Wohin steuert der ORF?"

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Fun Fact: Das hier ist heute die längste Sitzung des Stiftungsrates aller Zeiten.

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Jetzt muss ich hier schon gegen Liveticker von der WM-Eröffnung antreten. Mit Shakira kann ich leider nicht dienen...

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Gut Ding braucht Weile...

... das hat ORF-Journalist Tarek Leitner gerade in der Nachrichtensendung "Zeit im Bild" zur Wahl gesagt. So kann man es natürlich auch formulieren. 

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Hier wird heute mit einer Entscheidung gegen Mitternacht gerechnet. Bei Markus Breitenecker hat jetzt gerade die Fragerunde begonnen. 

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Ansonsten habe man über nun fast neun Stunden eine in weiten Teilen "extrem sachliche und hochprofessionelle Sitzung", so Schütze. Er spricht von einer "beeindruckenden Anzahl an Bewerberinnen und Bewerber" - und es ist bekanntlich noch längst nicht vorbei. 

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Der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Gregor Schütze, ist kurz zu uns Journalistinnen und Journalisten gekommen, um etwas klarzustellen. Es ging, Sie erahnen es vielleicht schon, um Peter Westenthaler. Dieser hatte zu Schütze bekanntlich "Putz dich" gesagt (siehe weiter unten). Schütze sagt nun: Es sei unzulässig und unseriös, wenn in der Befragung die sachliche Ebene verlassen werde. Daraufhin habe man Westenthaler in der Sitzung hingewiesen. Westenthaler hatte zuvor behauptet, Schütze sei Pig in der Befragung zur Seite gesprungen.

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Als nächstes darf Markus Breitenecker, Gründer von ProSiebenSat.1Puls4 und zuletzt Chief Operating Officer bei ProSiebenSat.1, seine Ideen vorstellen. Er gilt als der vielleicht größte Herausforderer von Clemens Pig, dementsprechend intensiv dürfte seine Befragung werden. 

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Westenthaler sagt auch, dass die Sitzung nicht vertagt wird. Es wird heute also eine Entscheidung geben - oder eben erst morgen. Je nach dem, wie lange das hier noch geht. 

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Peter Westenthaler ist wieder zurück in der Medienlounge und ist immer noch der Meinung, dass Clemens Pig hier heute zum "Regierungsgeneraldirektor" gewählt wird. Puh...

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"Halbzeit!", unken hier die ersten.

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Das Hearing von Johannes Larcher ist beendet. Er nimmt versehentlich als erster Bewerber den falschen Ausgang - und steht plötzlich mitten in der Medienlounge. Es habe gute Fragen gegeben und auch die Präsentation sei gut verlaufen. Danach rauschte der Medienmanager auch schon wieder ab. 

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Spricht Johannes Larcher heute sogar noch länger als Clemens Pig? Das wäre eine Überraschung, aber zumindest dieses Ziel rückt jetzt in greifbare Nähe. 

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Warum haben die Stiftungsräte so viele Fragen an Johannes Larcher? Möglicherweise wollen sie von ihm wissen, wie er die 100 Millionen Euro einsparen würde. Das hatte er im Vorfeld ja angekündigt - und das wird so oder so wichtig, egal wer das Unternehmen künftig leitet. Denn der ORF muss sparen: Die Regierung streicht dem Sender ab 2027 einen Zuschuss in Höhe von 93 Millionen Euro (mehr dazu hier). Diese Summe muss der ORF jedoch nicht komplett einsparen, im Gegenzug darf sich der ORF ab dem kommenden Jahr nämlich mehr Mittel aus den ORF-Beiträgen von den dafür vorgesehenen Sperrkonten holen. Hier wird der Deckel von 710 auf 780 Millionen Euro angehoben. Allerdings lagen die Einnahmen im Jahr 2024 nur bei 732 Millionen Euro. Wie viel der ORF also tatsächlich zusätzlich einsparen muss, ist nicht klar. Es werden aber wohl viele Millionen Euro werden. 

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Ingrid Thurnher ist gerade erneut zu Gast in der Medienlounge. Sie rechnet in einem günstigen Fall mit weiteren fünf Stunden Sitzung - also bis zum Ende aller Hearings und der eigentlichen Wahl. Das könnte selbst für den Beginn der Nachrichtensendung "ZiB 2" eng werden, die beginnt um 22 Uhr. 

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Johannes Larcher ist nun schon seit einer Stunde an der Reihe. Und wie Harald Fidler vom "Standard" berichtet, haben noch 16 Stiftungsräte Fragen an ihn. 

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Die Lage ist ernst, die Vorräte neigen sich dem Ende!

Und gleichzeitig wurden die Stiftungsräte gerade mit Schnitzelsemmeln versorgt!

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Eigentlich hätte nach der Sitzung des Stiftungsrates heute noch eine zweite Sitzung stattfinden sollen. Darin wäre es um den Jahresabschluss 2025 gegangen, FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler wollte darin auch die aktuellen Compliance-Fälle zur Sprache bringen. Aufgrund der Verzögerungen bei den Hearings zur Wahl des neuen Generaldirektors bzw. der neuen Generaldirektorin ist diese zweite Sitzung nun abgesagt bzw. verschoben worden. Einen neuen Termin gibt es noch nicht, nach der Wahl ist hier heute jedenfalls Schluss. Der oder die Sieger/in will sich heute am Abend noch den Fragen der wartenden Journalistinnen und Journalisten stellen. 

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In Sachen Transparenz hinkt der ORF-Stiftugsrat den Aufsichtsgremien der Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland weit hinterher. Die Rundfunkräte der ARD bzw. der ZDF-Fernsehrat tagen in aller Regel öffentlich, auch die Hearings und Debatten bei Wahlen sind meist öffentlich. Schade, dass das hier heute nicht so ist. 

 

Im Vorfeld hatten wir deshalb darüber diskutiert, ob ein Liveticker überhaupt Sinn macht. Mein Kollege Uwe Mantel hatte dann aber ein schlagendes Argument: Mit dem Ticker hier wissen Sie immerhin, an welchem Punkt der Sitzung wir gerade sind. "Da es kein sinnvolles Echtzeitmedium wie Twitter mehr gibt, kriegt man das ohne Ticker ja nicht mit", sagte er. Take this, Elon Musk!

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Larcher gilt fachlich als qualifiziert, möglicherweise wird er einige Stimmen im ersten Wahlgang erhalten. Vor seiner Bewerbung war er allerdings relativ unbekannt - trotz seiner prominenten Karrierestationen. Deshalb gilt auch er heute nur als Außenseiter. 

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Larcher warnte zuletzt in öffentlichen Stellungnahmen, dass dem ORF die Irrelevanz drohe (DWDL.de berichtete). Vor dem Stiftungsrat kann er das konkretisieren und auch erklären, wie er dem Bedeutungsverlust entgegenwirken will. Larcher stellte auch in Aussicht,  dass der ORF 100 Millionen Euro einsparen könne - und das bei der gleichen Anzahl an TV- und Radiostationen sowie mehr digitalen Angeboten. 

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Es geht nun weiter mit Medienmanager Johannes Larcher (ehemals Hulu und HBO Max). Danach stellen sich in weiterer Folge Markus Breitenecker, Robert Altenburger, Lisa Totzauer und Sonja Sagmeister dem Stiftungsrat. 

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Das Hearing von Eva Schütz ist beendet. Im Vergleich zu Clemens Pig war das eine Anhörung im "Exxpress"-Verfahren. 

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Na immerhin der Ausblick aus dem 6. Stock des ORF-Zentrums ist wunderbar!

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Auch unter den Stiftungsräten geht es hoch her - und im Mittelpunkt steht mal wieder Peter Westenthaler. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll er dem Vize-Vorsitzenden des Gremiums, Gregor Schütze, ein österreichisches "Putz dich" zugerufen haben. Nachdem ich mich mit einigen österreichischen Kollegen beratschlagt habe, kommt hier meine Übersetzung ins Bundesdeutsche: "Verzieh' dich!"

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Clemens Pig hat gerade kurz bei uns Journalistinnen und Journalisten vorbeigeschaut. Und nachdem alle zu ihm gestürmt waren, sagte er, dass er eigentlich nur mal Hallo sagen wollte. Zum Hearing sagte er lediglich, dass es "gut, aber lang" gewesen sei. Nach wenigen Sekunden war der heutige Favorit auch schon wieder verschwunden. 

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Frau Thurnher, wann haben wir hier heute ein Ergebnis?

© IMAGO / photonews.at

Als Generaldirektorin Ingrid Thurnher vorhin die Schokobananen gebracht hat, hat sie auch ein paar Fragen beantwortet. (Das Foto steht nicht im Zusammenhang mit der oben genannten Frage)

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Jetzt stellt "Exxpress"-Herausgeberin Eva Schütz ihre Pläne für den ORF vor und stellt sich den Fragen der Stiftungsräte. Das rechtspopulistische Krawallportal gehört zum überwiegenden Teil nur "Nius"-Mutter VIUS. Ihre Chancen auf die Wahl heute: null. 

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Westenthaler wollte von Pig offenbar auch wissen, ob dieser sein Konzept mit einer KI erstellt hat. Dieser verneinte das. Zum Glück hat sich Mario Voigt nicht beworben...

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Pig-Anhörung beendet

Peter Westenthaler ist gerade aus dem Sitzungssaal gekommen und hat verkündet: Die Anhörung von Clemens Pig ist abgeschlossen! Westenthaler sagt auch, dass er die WM-Eröffnung (21 Uhr) heute wohl verpassen wird. Es stehen noch sechs weitere Bewerberinnen und Bewerber an. 

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Clemens Pig beantwortet immer noch Fragen. Die Print-Kollegen kommen hier so langsam ins Schwitzen. Inzwischen ist nämlich klar, dass für viele der Druckbeginn nicht mehr zu halten ist. Mein neues Ziel: Zum Anstoß des WM-Eröffnungsspiels um 21 Uhr zu Hause sein!

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Hier ist gerade das Sushi für die Stiftungsräte (Sie erinnern sich? Ticker-Eintrag von 11:02 Uhr!) an uns vorbeigerollt worden. Das deutet darauf hin, dass das Gremium gleich auch eine kurze Mittagspause einlegt. 

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Die Fragerunde an Clemens Pig läuft noch immer, mittlerweile steht der langjährige APA-Chef seit rund eineinhalb Stunden im Mittelpunkt der Sitzung. 

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Clemens Pig und FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler sollen in der Sitzung aneinandergeraten sein. Okay, das war nach Westenthalers Ausführungen heute früh erwartbar. Es stellt sich wohl vor allem die Frage: Welchen Eindruck macht Pig auf die anderen Stiftungsräte? 

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Wenn hier heute gewählt wird, dürfte es immerhin schnell gehen. Gewählt ist, wer eine einfache Mehrheit erzielt. Erhält niemand im ersten Wahlgang mindestens 18 der 35 Stimmen, ist ein zweiter Wahlgang nötig, bei dem nur noch die beiden stimmenstärksten Kandidatinnen bzw. Kandidaten zur Wahl stehen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden - das ist Heinz Lederer, Leiter des SPÖ-Freundeskreises im Gremium.

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Weil wir hier unter anderem als Makel von Clemens Pig aufgeführt hatten, dass der langjährige APA-Chef im Bereich Fernsehen/Streaming und Radio keine einschlägige Erfahrungen hat (und auch der FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler das moniert), hier kurz der Hinweis: Die Kollegen vom "Kurier" (auch die tickern aktuell live), haben aufgeschrieben, was die APA unter Pig im Bewegtbildbereich leistet. Spoiler: Das ist gar nicht so wenig. Das könnte, sollte Pig heute tatsächlich gewählt werden, noch wichtig werden. Die Stiftungsräte könnten ihre Wahl mit Hinweis auf diese Aktivitäten argumentieren. 

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Was Clemens Pig heute nicht will:

Grüße an die Kollegen der "Bild"!

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Dass Pig erst jetzt mit seinem Hearing startet, mehr als 2 Stunden nach Beginn der Sitzung, deutet darauf hin, dass das hier heute eine ziemlich lange Veranstaltung wird. Der Stiftungsrat war jedoch optimistisch und hat für nach der Wahl noch eine weitere Sitzung anberaumt. Laut Tagesordnung soll diese um 14 Uhr starten, das war aber von Beginn an unrealistisch. In der zweiten Sitzung soll die aktuelle Generaldirektorin berichten, außerdem geht es unter anderem um den Jahresabschluss 2025. 

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In der nicht öffentlichen Sitzung des Stiftungsrates startet nun die Anhörung des scheidenden APA-Chefs Clemens Pig, er ist der Favorit heute. Es dürfte viel Gesprächsbedarf geben. Zur Orientierung: Pig wurde hier heute an die dritte Stelle gelost, nach ihm folgen noch sechs weitere Bewerberinnen und Bewerber. 

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Die heutige Wahl findet erstmals nach den Vorgaben des EU-Medienfreiheitsgesetzes statt. Dadurch ist ein transparentes, faires und nachvollziehbares Verfahren nach sachlichen Kriterien vorgeschrieben. Konkret müssen alle Stiftungsräte erklären, wieso sie sich für einen der Bewerber entschieden haben - und nicht für die anderen. Das könnte nach der Wahl noch für Diskussionen sorgen, bis hin zur Anfechtung. 

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Mittagessen!

Ich sag' mal so: Sehr österreichisch!

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Eine erfolgreiche Anfechtung der Wahl würde im äußersten Fall natürlich dazu führen, dass das Ergebnis annulliert werden würde. Dann müsste entweder die Wahl oder das gesamte Verfahren neu aufgerollt werden. Davon, dass eine solche Wahl-Anfechtung erfolgreich wäre, kann man zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht ausgehen. Ich plädiere dafür: Warten wir mal ab, was hier heute passiert. Und wie sich die FPÖ im Anschluss positioniert, deren Stiftungsrat hatte ja schon angekündigt, eine Anfechtung vorzubereiten. 

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Weil gerade eine Frage per Mail kam, hier die Antwort. Es gab rund um den Posten des ORF-Generaldirektors mehr als 70 Bewerbungen. Davon haben 13 Bewerberinnen und Bewerber die Anforderungen der Ausschreibung erfüllt. Um in das heutige Hearing eingeladen zu werden, muss man jedoch von mindestens einem Stiftungsrat nominiert werden. Sieben Personen hatten diese Nominierung direkt erhalten, zwei wurden nachnominiert (Sonja Sagmeister und Petra Höfer). Insgesamt präsentieren also neun Männer und Frauen ihre Konzepte für den ORF, namentlich sind das: 

 

  • Robert Altenburger 
  • Markus Breitenecker 
  • Petra Höfer 
  • Johannes Larcher 
  • Clemens Pig 
  • Sonja Sagmeister 
  • Eva Schütz 
  • Lisa Totzauer 
  • Kathrin Zierhut-Kunz 

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Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden im Vorfeld natürlich auch darauf angesprochen, ob die Wahl nicht eigentlich schon gelaufen sei, weil sich SPÖ und ÖVP auf einen Kandidaten geeinigt hätten. Clemens Pig betonte auf Nachfrage immer wieder, dass er keine Zusage für den Job habe, er bezeichnet sich selbst als unabhängigen Kandidaten. "Ich will und muss an das Gute glauben", sagte unterdessen Markus Breitenecker. Und als Lisa Totzauer ihren Wahlkampf startete, erklärte sie: "Wäre es so, dass vor der Bewerbungsfrist alles ausgemacht ist, spricht das nicht gegen, sondern für meine Kandidatur." Es würde zeigen, "wo diese Krise liegt, die zu überwinden ist". 

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Es kursiert hier ein interessantes Gerücht, das zuvor auch schon von Peter Westenthaler (FPÖ-Stiftungsrat) so ausgesprochen wurde. Demnach würden die Freundeskreise von ÖVP und SPÖ im Stiftungsrat ihre Stimmen im ersten Wahlgang zunächst teilen, um im zweiten Durchgang dann ihren Favoriten (Clemens Pig) zu wählen. Dadurch solle zumindest im ersten Wahlgang der Anschein einer offenen Wahl gewahrt werden.

 

Das alles ist natürlich ein Bärendienst für die Unabhängigkeit des ORF. Und auch für Clemens Pig, sollte er tatsächlich gewählt werden, könnte das im Laufe seiner Amtszeit noch zum Problem werden. 

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Unter den Journalistinnen und Journalisten hier vor Ort ist die Stimmung gut. Viele gehen davon aus, dass Clemens Pig es heute machen wird. 

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Doch zurück zum eigentlichen Thema. Kathrin Zierhut-Kunz hat ein hohes Verständnis vom ORF und vor allem seinen Finanzen. Das spricht für die Geschäftsführerin von ORF III. Allerdings: Der Spartensender wird aktuell aufgrund mehrerer Ereignisse kritisiert. Da sind zum einen von Unternehmen und Organisationen bezahlte Dokus, die nicht als solche gekennzeichnet wurden. Und dann untersucht man im ORF aktuell noch einmal Fehlverhalten von Zierhut-Kunz' Co-Geschäftsführer Peter Schöber, das bereits seit einiger Zeit bekannt ist (mehr dazu hier). Im Zuge der Causa Roland Weißmann wird nun auch noch einmal auf Schöbers Fall geschaut. Das alles kommt für Zierhut-Kunz zur Unzeit, auch wenn ihr selbst kein Fehlverhalten vorgeworfen wird. Ihre Chancen heute: Vielleicht ein paar Stimmen, aber gewählt wird sie nicht. 

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Ich höre, die Stiftungsräte würden "traditionell" Sushi erhalten. Soso!

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag.

Ein Highlight jagt das nächste! ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher schaut bei den Journalistinnen und Journalisten vorbei und bringt zur Stärkung drei Packungen Schoko-Bananen. Sie liegen jetzt auf dem Tisch von "Standard"-Kollege Harald Fidler (und niemand traut sich, sie zu öffnen). 

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Vorher: Die Verpflegungsstation für den heutigen Tag. 

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Die Hearings der Kandidatinnen und Kandidaten haben begonnen. Wie der "Standard" berichtet, ist Kathrin Zierhut-Kunz, ORF-III-Geschäftsführerin, zuerst an der Reihe. Die Kollegen haben übrigens auch einen Liveticker, den finden Sie hier

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Im Anschluss an die Wahl wird übrigens die künftige Anzahl der Direktionen im ORF festgelegt. Auch das ist Wasser auf die Mühlen von Kritikern, weil es wie eine Hauruck-Aktion aussieht. Aber: Die Stellen müssen ausgeschrieben werden. Und: Diesen Ablauf gab es auch bei den zurückliegenden Wahlen. 

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Falls Sie spannende Informationen, Anekdoten oder sonst einfach Redebedarf haben (gerne zum Thema ORF-Wahl), melden Sie sich gerne bei mir: niemeier@dwdl.de. Wie gesagt, das wird hier noch einige Stunden gehen. 

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Der ORF-Stiftungsratsvorsitzende Heinz Lederer hat hier übrigens auch noch ein Interview gegeben. "Vielleicht kann ich zur Ernsthaftigkeit kommen", sagte er dabei zu Beginn. Eine Anspielung auf Peter Westenthaler. So muss man sich dann wohl auch die Stimmung in der Sitzung vorstellen. Lederer betonte, was er betonen muss: Alle Kandidatinnen und Kandidaten werden gleich behandelt und alle erfahren am Ende ganz genau, wieso sie gewählt wurden - oder eben nicht.

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Westenthaler bohrt aber natürlich in einer Wunde: Dass Clemens Pig der Favorit zumindest der ÖVP ist, ist bekannt. Der Generalsekretär der Partei hat sich sogar öffentlich für eine Bewerbung des ehemaligen APA-Chefredakteurs ausgesprochen. Das war schon ziemlich ungeschickt und hat Pig im Vorfeld der Wahl beschädigt. 

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Zur Einordnung: Peter Westenthaler ist der mit Abstand lauteste Stiftungsrat im ORF - und erhält dafür auch immer wieder Kritik. Die Mitglieder der Gremiums sind eigentlich dem Wohle des Unternehmens verpflichtet. Und in den letzten Jahren gab es durchaus Diskussionen darüber, ob Westenthaler dem ORF möglicherweise sogar schadet. 

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Westenthaler haut hier einen nach dem anderen raus. Er spricht von "Schein-Abstimmungen" und einer "Wahlfarce". Und er entschuldigt sich gleich vorab, dass es heute länger dauern wird, weil er Pig intensiv befragen wolle. Auch die spätere Anzahl der Direktionen soll laut Westenthaler schon feststehen: 4. Demnach bekommt die ÖVP 2 und die SPÖ 2. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Von Peter Westenthaler erhält Clemens Pig heute eher keine Stimme. 

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Das geht ja gut los...

Für den von der FPÖ in den Stiftungsrat entsandten Peter Westenthaler ist die Wahl schon gelaufen. Er spricht von einer "ekelhaften Inszenierung" und sagt in einem Live-Interview mit dem Boulevardmedium oe24, dass sich SPÖ und ÖVP längst auf einen neuen Generaldirektor geeinigt hätten. Nicht einmal der Schein einer sauberen Wahl sei gewahrt worden. Westenthaler sagt, Clemens Pig werde heute das Rennen machen. Er wurde schon zuvor als Favorit der Regierung kolportiert, aber es gibt eben auch andere qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten. Westenthaler kritisiert, dass Pig noch niemals in einer Fernsehanstalt gearbeitet habe. Und er kündigt an, bereits an einer Klage gegen die mögliche Bestellung von Pig zu arbeiten. 

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Der Stiftungsrat tagt übrigens nicht öffentlich, wir Journalistinnen und Journalisten sind also bei den Hearings nicht dabei. Ich kann Ihnen daher leider keine Eindrücke der Vorstellungen der Kandidaten geben. Was ich stattdessen hier schreiben werde? Eine gute Frage! Schauen wir, was wird...

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Guten Morgen aus Wien!

Um 10 Uhr beginnt hier im ORF heute die Sitzung des Stiftungsrates. Aber machen Sie sich keine Illusionen: Schnell wird hier gar nichts gehen. 9 Kandidatinnen und Kandidaten haben jeweils 20 Minuten Zeit, um ihre Konzepte zu präsentieren. Danach gibt es jeweils noch Fragerunden. Mit einem Ergebnis ist irgendwann ab dem späten Nachmittag zu rechnen.